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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

336 
Zweites Buch. Die Gegner. 
geben, die ihre Produkte zum Kostenpreise austauschen 1 ). Überdies 
würde auch noch die Regierung selbst unnötig werden. Eine Re 
gierung ist nämlich nur notwendig, solange als es Unterdrücker und 
Unterdrückte, Starke und Schwache gibt. Sie existiert nur, „um den 
gegenseitigen Kampf durch eine allgemeine Unterdrückung zu beendigen“ 2 )- 
Mit dem Tag aber, an dem im Güteraustausch Gerechtigkeit garantiert 
ist, wo freie Kontrakte zu seiner Sicherstellung genügen, gibt es nur noch 
Gleichgestellte, von denen ein jeder die gleichen Vorteile genießt. Die 
Quellen der Streitigkeiten verschwinden. „Sobald Kapital und Arbeit 
einmal identisch geworden sind, besteht die Gesellschaft aus eigener 
Kraft und braucht weiter keine Regierung.“ Das Regierungssystem ist 
mit dem wirtschaftlichen System „verschmelzen“, in ihm „untergetaucht - 
Das ist die An-archie, die Nicht-Regierung 3 ). 
Klasse, die in Wirklichkeit weder Einkommen noch Lohn bezieht, aber die erfindet, 
die unternehmungslustig ist, die Werte schafft, die erzeugt, die austauscht, die alle» 1 
das Wirtschaftsleben der Gesellschaft ausmacht, und die in Wahrheit das Land ver 
stellt; das ist, wie wir gesagt haben, die wirkliche Februarfrage.“ (Revolution de- 
montrfie par le Coup d’üStat, S. 135). 
l ) „Die Reziprozität... beruht darin, daß die Austauschenden Einer dem Anderen 
und unwiderruflich ihre Erzeugnisse zum Kostenpreis garantieren“ (Id6e generale 
de la Revolution, S. 97 —98). 
s ) „Die Verfassung des Staates setzt voraus, soweit sein Zweck in Betracht 
kommt, daß der Antagonismus oder Kriegszustand die wesentliche und unwandel 
bare Bedingung des Menschengeschlechts ist, eine Bedingung, die zwischen Starke 11 
und Schwachen die Einmischung einer zwingenden Gewalt nötig macht, um 1110 
Kämpfe durch allgemeine Unterdrückung zu beenden“ (Voix du Peuple, 3. 
zember 1849. CEuvres, Bd. XIX, S. 23). Doch „in einer fast ohne ihr Wissen durc 
die Entwicklung des Wirtschaftslebens umgeformten Gesellschaft gibt es weder Starke 
noch Schwache, sondern nur Arbeitende, deren Fähigkeiten und Mittel ständig « a 
Bestreben zeigen, sich auf Grund der industriellen Solidarität und des garantierte 
Umlaufs auszugleichen“ (ebenda, S. 18). 
3 ) „Wir sind daher, was wir schon mehr als einmal erklärt haben, Anarchisten- 
Die Anarchie ist die Existenzbedingung erwachsener Gesellschaften, wie die H ier3 Ü 
chie die primitiver Gesellschaften ist: in den menschlichen Gemeinwesen geht e 
Fortschritt unaufhörlich vor sich, und zwar von der Hierarchie zur Anarchie“ (eben a ’ 
S. 9). Und etwas weiter (in der Id6e gönerale de la Revolution, S. 196) bezei 
nete er als Ziel der Revolution „eine Verfassung des Eigentums zu geben“ und „ 
politische oder Regierungssystem in der Wirtschaftsordnung aufzulösen, zu verse . n , r 
und zum Verschwinden zu bringen, indem eins nach dem anderen der Räder im Ra 
werk dieses großen Mechanismus, der Regierung oder Staat heißt, verringert, v 1 
einfacht und dezentralisiert wird“. Proudhon hat diesen Gedanken Saint-Simon« 
lehnt, was er in der Idee generale de la Revolution (S. 136ff.) zugibt. „Ug 
Auffassung einer industriellen Gesellschaft, die die politische Regierung überiiu 
macht, oder sie doch auf ein Minimum beschränkt, ist selbst nur eine Entwick 1 ^ 
oder wenn man will, eine Vergröberung des wirtschaftlichen Liberalismus J.-B. S AY 
Die Bestätigung, daß er Anarchist ist, findet sich schon in dem Memoire sur * a , " vcr . 
priete (1. Ausg. S. 229). „Wer sind Sie denn ? — Ich bin Anarchist. — Ah! 1° 
stehe; Sie wollen satirisch sein; das richtet sich gegen die Regierung! — Durchaus n
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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