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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel V. Proudhon und der Sozialismus von 1848. 
341 
ln den Produktions- und Konsumgenossenschaften ausschaltet? Zweifels 
ohne würde deshalb der Diskont nicht verschwinden, aber sein Betrag 
würde für alle Entleiher um die Summe vermindert werden, die sie als 
Verleiher gewinnen. Es ist das das Prinzip der Kreditgesellschaften auf 
Gegenseitigkeit, bei denen das Anfangskapital fast vollständig durch die 
Haftpflicht der Genossen, zuweilen auch durch die unbeschränkte Haft 
pflicht, ersetzt wird. Später scheint Proudhon seine erste Auffassung 
auf diese Idee beschränkt zu haben 1 ). 
So hat Proudhon die Kreditgenossenschaft gestreift, wie er in 
anderen Teilen seines Werkes andere Formen der Kooperation ge 
streift hat, — ohne daß er übrigens für jene eine besonders lebhafte Sym 
pathie gehabt hätte 2 ). 
Weiterhin liegt in seinem ganzen Systeme außer der wahren Auf 
lassung des Gegenseitigkeitskredites eine tiefer schürfende Idee, die es 
vorteilhaft von allen Formen des autoritären Sozialismus, die vor oder 
uach ihm aufgekommen sind, unterscheidet; es ist dies das tiefe Ver 
ständnis für die zwingende Notwendigkeit der individuellen Freiheit 
Hs Triebkraft der wirtschaftlichen Tätigkeit in den Gesellschaften, die 
auf der Industrie beruhen. Besser als irgendeiner seiner Vorgänger hat 
°. r Gegriffen, daß die ökonomische Freiheit eine endgültige Erwerbung 
or. modernen Gesellschaft sei, und daß jede wirkliche Reform auf dieser 
Freiheit sich aufbauen müsse; niemand hat besser als er die Macht der 
^tätigen „wirtschaftlichen Kräfte“ verstanden, deren verderbliche 
. lr kung er wohl gesehen hat, aber in denen er gleichzeitig, wie schon 
• Smith es getan hatte, den stärksten Hebel des Fortschrittes erkannte. 
IHdouschaftliche Sorge um Gerechtigkeit erklärt seinen Haß gegen 
as Eigentum, aber sein eifersüchtiges Streben nach Freiheit rief seine 
t jl l n < l_ er Id6o gen§rale de la Revolution au XIX e siäcle, S. 198ff.: 
Wen 6 ran ^ s l sc .l len Bürger haben das Recht, sich untereinander zu verständigen und, 
g eg sl oh zusammen zu tun, um Bäckereien, Fleischereien, Materialwaren- 
Und a USW ' zu gründen, die ihnen den Verlauf und den Austausch zu billigem Preis 
die ih 1 ^ U ^ Cr Q ua l'tät von Brot, Fleisch und allen Verbrauchsgegenständen sichern, 
fals h nei R ( ^ e ' m Handel herrschende Anarchie heute mit falschem Gewicht, unter 
hab" e V ßeZeichn,ln S und zu exorbitantem Preise liefert . . . Mit demselben Recht 
gründ 16 Synannten Bürger das Recht, für ihren gemeinsamen Vorteil eine Bank zu 
p r . Q ® n ’ mi t einem Kapital, wie es ihnen gut dünkt, und dem Zwecke, zu billigem 
s das Bargeld zu liefern, das sie für ihre Geschäfte brauchen.“ 
Sam ) »Han tut sich noch, aus Gründen der Wirtschaftlichkeit des Verbrauchs zu- 
den u 11 ’ Um den Nachteilen des Kleinhandels zu entgehen. Dieses Mittel rät Rossi 
einzok U f rauen in k l e i nen Haushalten, denen ihre Mittel nicht gestatten, im Großen 
dem p au ? en - Biese Art von Assoziation . . . zeugt aber gegen das Prinzip. Man gebe 
zu ver r ° <1UZen * ;en Hrireh denAustauseh seiner Produkte die Möglichkeit, sich im Großen 
z u or?a° r ^ en ’ oc * er ’ was au f dasselbe hinausläuft, den Kleinhandel unter Bedingungen 
nnd di* 11 A l6ren - ^' e Ü lm ungefähr die gleichen Vorteile lassen, wie der Verkauf im Großen, 
e Assoziation wird überflüssig.“ Idfie gönfirale de la R6volution, S. 92.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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