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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

472 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
Es ist unnötig (ohne von den praktischen Schwierigkeiten zu sprechen), 
hier auf die wirtschaftlichen Unmöglichkeiten dieses Vorschlages einzu 
gehen. Wenn wir ihn erwähnt haben, so beruht dies auf zwei Gründen. 
Zunächst um die Mühe darzulegen, die Rodbertüs sich gemacht hat, 
um ein „Kompromiß“, wie er sagt, zwischen der bestehenden Gesellschaft 
und der kollektivistischen Gesellschaft der Zukunft zu finden. Während 
Marx anscheinend gleichgültig der wachsenden Proletarisierung der Ar 
beiter zusieht, die er als Vorstufe zu ihrer endgültigen Erlösung betrachtet, 
will Rodbertüs so schnell wie möglich den drückendsten Übelständen 
Abhilfe schaffen und schon jetzt die Lage der Arbeiter verbessern 1 ). Aber 
dieser Plan zeigt vor Allem das außerordentliche Vertrauen, das Rod- 
bertus in die Allmacht des Staates hat, in die Macht der Regierungen, 
diejenigen menschlichen Handlungen ihrem Willen zu unterwerfen, deren 
Unabhängigkeit der Mensch bisher am eifersüchtigsten gewahrt hat, und 
gleichzeitig seine völlige Gleichgültigkeit für die individuelle Freiheit als 
Hebel der Wirtschaft. 
Im Maße, wie der Gedanke Rodbertüs’ sich entwickelt, wandelt sich 
diese Gleichgültigkeit gegenüber der individuellen Freiheit in eine immer 
lebhaftere Feindschaft. Sein Vertrauen in die Zentralgewalt wird dagegen 
immer stärker, und in seinen letzten historischen Werken legt er eine 
organische Gesellschaftstheorie dar, die ihr als Rechtfertigung dienen soll. 
Er sagt: ebenso wie in der Stufenleiter der Lebewesen die höchststehen 
den diejenigen sind, die zugleich die am höchsten differenzierten und die 
am besten integrierten Organe besitzen, so auch in der Geschichte; im 
Maßstabe, wie man von einer niederen, sozialen Form zu einer höheren 
Form übergeht, „nimmt der Staat an Umfang und an Wirksamkeit extensiv 
und intensiv zu. Die staatliche Organisation in diesem Sinne wird nicht 
bloß von Stufe zu Stufe mannigfaltiger, d. h. jede besondere Funktion 
wird immer mehr an ein besonderes Organ gebunden — die soziale Organi 
sation wirkt auch von Stufe zu Stufe übereinstimmender, d. h. die immer 
mannigfaltiger werdenden sozialen Organe kommen in immer größere 
Abhängigkeit von einem Zentralorgan —, mit anderen Worten, auch auf 
der Stufenleiter der sozialen Organismen entscheiden Teilung der Arbeit 
und Zentralisation über den Grad der Vollkommenheit der Organisation, 
über die Höhe der Stufe, welche der Organismus einnimmt“ 2 )- 
tag, der 1871 erschien und in den Briefen und sozialpolitischen Aufsätzen, 
S. 552ff. wieder abgedruckt worden ist. — Der Gedanke, den Wert zu bilden, wie 
es hier Rodbertüs versucht, war schon 1847 von Marx in seiner Misere de la phij°* 
sophie mit Bezug auf Proudhon kritisiert worden. Für ihn zieht die Sozialisation 
der Produktion die des Tausches nach sich. Auch das ist ein Punkt, in dem Marx un 
Rodbertüs verschiedener Meinung sind. 
1 ) Vgl. Kapital, S. 229, Anm. 
2 ) Zur Geschichte der römischen Tributsteuern, in den Jahrbüchern 
für Nationalökonomie und Statistik, 1867, Bd. VIII, S. 447, Anm.-
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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