Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel II. Der Staatssozialismus. 
491 
schränken, allen denen, die mit Recht die elende Lage einer immer zahl 
reicheren Arbeiterklasse mit Sorge erfüllte. Ausschließlich mit diesen 
sofortigen Zielen beschäftigt, haben die Begründer des Staatssozialismus 
hauptsächlich die Prinzipien der praktischen Volkswirtschaftspolitik be 
arbeitet, ohne die eigentliche wirtschaftliche Wissenschaft besonders 
zu fördern . . . Jetzt sehen sie sich übrigens ihrerseits bedroht. 
Das allen politischen Lehren gemeinsame Los erwartet den Staatssozialis- 
mus. Und schon jetzt kann man sich fragen, ob nicht gerade die Viel 
fältigkeit der Regierungseinmischungen im Begriff ist, bei den Verbrauchern 
wie bei den Unternehmern, und sogar bei den Arbeitern, ein immer wach 
sendes Mißtrauen mit Hinsicht auf die wirtschaftlichen Fähigkeiten des 
Staates zu erregen 1 ). 
Auf jeden Fall kann man eine recht charakteristische Tatsache be 
merken. Während im 19. Jahrhundert der Sozialismus alle seine Angriffe 
gegen den Liberalismus und die wirtschaftliche Orthodoxie richtete, — 
greift im Gegenteil der neo-marxistische Syndikalismus fast ausschließlich 
die Staatssozialisten an. Sorel hat auf die engen gedanklichen Bande 
hingewiesen, die den Marxismus mit dem Manchestertum verbinden. Er 
stimmt sogar in mehr als einem Punkte mit einem „Liberisten“ wie 
Pa re to überein; dagegen findet er keine Ausdrücke, die ihm kräftig 
genug erscheinen, um die Vertreter des „sozialen Friedens“ und des Inter 
ventionismus zu bekämpfen, die ihm als die Verführer der Arbeiterklasse 
erscheinen. Zur gleichen Zeit haben die Gewerkschaftler — wenigstens 
viele unter ihnen — mehr als einmal ihr Mißtrauen gegen den Staat kund 
gegeben und energisch Gesetzesvorschläge zurückgewiesen, die in ihrem 
Interesse eingebracht waren, wie zum Beispiel das Gesetz über Arbeiter 
pensionen. Wahrscheinlich muß diese Haltung dem Einfluß anarchi 
stischer Ideen auf die Führer der Gewerkschaftsbewegung in Frankreich 
zugeschrieben werden. 
Das Zusammenfallen dieser doppelten Ideenströmung — neo-marxi 
stisch und anarchistisch ,— die die französische Arbeiterklasse dem Staats 
sozialismus abwendig macht, ist eine interessante Tatsache, deren poli 
tische Folgen leicht sehr beträchtlich werden können 2 ). 
l ) Der Krieg hat einen Staatssozialismus notwendig gemacht, wie man ihn vorher 
n *e gekannt hatte. Aber wir glauben nicht, daß diese Erfahrung geeignet ist, ihm Sym 
pathien zu erwerben. Es ist für jedermann offenkundig geworden, daß es der Regierung 
unmöglich ist (selbst wenn sie durch den unerschöpflichen patriotischen guten Willen 
der Öffentlichkeit gestützt wird) die Erzeugung, die Verteilung und die Preise zu re- 
gulieren. Das System ist nur durch die Notenausgabe unter Hochdruck und den daraus 
folgenden Scheinreichtum möglich geworden. . 
*) Wir bedauern, daß es uns nicht möglich gewesen ist, weder m diesem noch 
dem vorhergehenden Kapitel einen hervorragenden deutschen Nationalökonomen zu 
erwähnen, der aber ebensowenig der historischen Schule wie dem Staatssozialismus 
angehört; es ist das der Göttinger Professor Lexis. Er hat Arbeiten über die ver-
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.