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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel III. Der Marxismus. 
499 
sogenannten philanthropischen Wirtschaftseinrichtungen, oder durch die 
Beschäftigung von Frauen und Kindern, die zu ihrem Unterhalt eine 
geringere Menge Lebensmittel bedürfen, als erwachsene Arbeiter. Wiederum 
haben sich nun die Fabrikanten beeilt, dies zu tun, — indem sie die Be 
schäftigung von Frauen und Kindern so verallgemeinerten, daß dem 
Manne bald keine andere Arbeit übrig blieb, als das Haus zu bewahren 
und über die Mittagssuppe zu wachen! — bis zu dem Tage, an dem auch 
hier wieder die Gesetze einschritten, und durch das Verbot oder die Rege 
lung der Frauen- und Kinderarbeit dieser Taktik ebenfalls ein Ziel setzten 1 ). 
Dies ist in kürzestem Abriß die Beweisführung von Marx. Die 
wirklich selbständige Ursprünglichkeit dieses Nachweises liegt darin, daß 
sie nicht aus banalen Vorwürfen und Anklagen gegen die Ausbeutung der 
Arbeiter und die Habsucht der Ausbeutenden besteht, sonderndaß si^_^ 
klar erklärt, wie der Arbeiter bestohlen wird, trotn4em~~5T ~cfas, was 
ihm zukommt, erhält 2 ). Der Kapitalist bestiehlt den Arbeiter nicht: 
e r hat die Arbeitskraft zu ihrem vollen Werte bezahlt, worunter ihr wirk 
licher Tauschwert zu verstehen ist. „Das Kunststück ist endlich ge 
lungen . . . alle Bedingungen des Problems sind gelöst und die Gesetze 
des Warenaustausches in keiner Weise verletzt. Äquivalent wurde gegen 
Äquivalent ausgetauscht.“ Da die kapitalistische Ordnung ein gegebener 
Zustand ist, wie auch der freie Arbeitsmarkt und das Wertgesetz, so 
können sich die Dinge unmöglich anders vollziehen. Vielleicht ist der 
Arbeiter von dem unerwarteten Ergebnis dieser Operation überrascht, 
die ihm nur die Hälfte des Wertes seines Arbeitsertrages läßt, und davon 
e benso erstaunt, wie irgendein Gaffer von den Künsten eines Taschen- 
*) Es gibt noch andere Mittel, die Marx anführt, die zur Mehrarbeit antreiben 
Und folglich den Mehrwert erhöhen: wir erwähnen nur die Intensivierung der'' 
Arbeit — nicht, daß sie den Wert des Produktes erhöhe, da derselbe einzig auf der 
Arbeitszeit beruht und nicht auf ihrer Intensität, sondern weil sie die Produktionskosten 
uer Unterhaltsmittel verringert. . 
q „Unser . . . Kapitalist muß die Waren zu ihrem Wert kaufen, zu ihrem Wert 
Verkaufen, und dennoch am Ende des Prozesses mehr Wert herausziehen, als er hinein- 
. . . Di es sind die Bedingungen des Problems. Hic Rhodusl hic salta!“ 
'Kapital, S. 129, I. Aufl.) 
Vgl. oben (S. 234f.), was hinsichtlich des Saint-Simonismus gesagt worden ist 
URd über die verschiedenen Phasen, durch die diese Idee der Ausbeutung des Lohn- 
(; ®pl'ängers gegangen ist. 
Obgleich nach der marxistischen Theorie der Kapitalist den Arbeiter nicht be 
fiehlt, obgleich er sich nichts Vorzuwerfen hat, da er nur von einer Gesamtheit Von 
IQs tänden profitiert, die er selbst nicht ändern kann, so hindert das doch Marx nicht, 
*hn mit (j er äußersten Strenge zu behandeln (was von seinem Standpunkt aus recht 
^gerechtfertigt erscheint). Nennt er das Kapital doch „verstorbene Arbeit, die sich 
vampirartig durch Einsaugung lebendiger Arbeit belebt, und um so mehr lebt, 
V mehr sie davon einsaugtl- (Kapital, Bd.I, S.194, IV. Aufl.) Freilich könnte Marx 
fwidern, daß auch der Vampir sich nichts vorzuwerfen hat, ebensowenig wie der 
Kapitalist, da auch er nur einer seiner Natur innewohnenden Notwendigkeit gehorcht. 
32*
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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