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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel III. Der Marxismus. 
503 
Kapital vorherrscht, mehr als das, was die Zusammensetzung ihres Kapitals 
ihnen zu erhoffen gestatten sollte! — Daher nennt sie Marx auch Unter 
nehmungen „höherer organischer Zusammensetzung“ 1 ). Dies erklärt, 
weshalb die Unternehmungen mit großer Ausstattung sich so stark ver 
mehren, im Gegensatz zu dem, was der erste Blick vermuten lassen könnte. 
Denn gerade sie werden begünstigt, weil sie höhere Profite erzielen, 
Ms die von ihnen beschäftigte Mehrarbeit und der normalerweise darauf 
beruhende Mehrwert sonst ergeben 2 ). 
Bei aller Hochachtung vor dieser geistsprühenden Dialektik dürfen 
wir uns nicht soweit davon blenden lassen, daß wir die brutale Tatsache 
nicht mehr sehen, die sie zu verhüllen bezweckt und dennoch implizite 
zugeben muß, nämlich, daß die Höhe des Profits (also auch der Wert des 
Produktes, was wohl zu beachten ist, da das Eine das Andere bedingt!) 
durch die Konkurrenz geregelt wird, d. h. durch das Gesetz des Angebotes 
und der Nachfrage, ohne jede notwendige Verbindung mit der Menge 
der aufgewandten Arbeit! Und die Erklärung enthält auch das Ein 
geständnis, daß der Unternehmer, anstatt seine Gewinne im gleichen Maß 
stabe, wie er weniger menschliche Arbeit verwendet, geringer werden zu 
sehen, dadurch im Gegenteil einen immer größeren Vorteil hat! Dieser 
Widerspruch ist gerade einer der Bisse, die, wie wir sehen werden, den 
Zusammenbruch des majestätischen marxischen Gebäudes nach sich 
Mehen sollten. 
J ) So würde in dem auf der vorhergehenden Seite, Anm. 2 angeführten Beispiel, 
da das Mittel zwischen 900 und 100 = 500 ist, das Unternehmen A, anstatt 90 % Mehr 
wert, nur 50 % erhalten, und das Unternehmen B, anstatt nur 10 % aufzuweisen, würde 
60 % einstreichen. 
2 ) Wenn wir in dieser Darlegung häufig das Wort Profit an Stelle Mehrwert 
gebraucht haben, so geschieht das, um durch den Gebrauch eines bekannteren Wortes 
an Klarheit zu gewinnen. Wir müssen aber darauf besonders aufmerksam machen, 
daß die beiden Worte keineswegs vollständig synonym sind. Der Mehrwert ist alles 
das, was im Wert des Produktes die Unterhaltskosten der Arbeit übersteigt, ist also 
das riesige Stück des Kuchens, in das sich alle Gesellschaftsklassen, außer der Arbeiter 
klasse, teilen, d.h. nicht nur die Industriellen, sondern auch die Kaufleute, Rentiers usw., 
~~ während der Profit nur jener Teil des Mehrwertes ist, der in den Händen der Unter 
nehmer bleibt, die unmittelbar Lohnempfänger beschäftigen. Die Höhe des Profits 
Jst übrigens ganz verschieden von der des Mehrwertes, wie wir oben besonders erwähnt 
haben. 
Wir weisen daher nochmals darauf hin (siehe S. 408, Anm. 2, al. 3 [S.409]), daß im 
Wort Profit verschiedene Bedeutungen unterschieden werden müssen. Im Sprach 
gebrauch von Marx, wie in dem aller englischen Volkswirtschaftler, umfaßt das Wort 
r ofit das ganze Einkommen aus Kapital, so wie es unter der Herrschaft der freien 
Konkurrenz auftritt, ohne Unterscheidung zwischen dem eigentlichen Profitgewinn und 
Zinsen, während man heute unter Profit das Einkommen des Unternehmers, das 
hf gewissen günstigen Umständen, besonders auf dem unvollkommenen Spiel der 
Konkurrenz beruht, als verschieden von dem des Kapitalisten versteht. 
d Bei dieser letzteren Auffassung nun würde es unsinnig sein, von einem Gesetz 
w Gleichheit der Profite zu sprechen, da der Profit, so wie wir ihn eben definiert 
ab en, notwendigerweise, wie die Bodenrente, ein differentielles Einkommen darstellt.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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