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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

516 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
auflebt, — den Theorien seines Begründers nicht mehr viel 
aufrecht steht, wie wir noch sehen werden, — während alle anderen sozia 
listischen Systeme in Mißkredit geraten und in nichts zerronnen sind. 
Die Sozialisten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts umfaßten in 
weitherziger Humanität alle Menschen, ohne Unterschied zwischen Ar 
beitern und Bürgern. Wie wir gesehen haben, rechneten Owen, Saint- 
Simon und Fourier sogar auf die Reichen, auf die besitzenden Klassen, 
um die Gesellschaft der Zukunft zu gründen. Nichts dergleichen aber gilt 
für den Marxismus. Mit der äußersten Heftigkeit verwirft er jedes Ein 
verständnis und sogar jedes zeitweilige Übereinkommen mit der Bour 
geoisie, worunter er nicht nur die Kapitalisten, sondern auch die In 
tellektuellen 1 ) und „den ganzen Oberbau der Schichten versteht, die heute 
die offizielle Gesellschaft darstellen“. Für ihn ist der wirkliche Sozialismus 
nichts Anderes, als die Gesamtheit der Interessen der Arbeiterklasse, und 
seine vollständige Verwirklichung ist nur dadurch möglich, daß sie end 
gültig zur Macht gelangt. 
Zweifellos kann man sagen, daß zu jeder Zeit der Sozialismus nur die 
Anklage der Armen gegen die Reichen gewesen ist, aber diese Anklage 
hatte auf dem Boden der ausgleiehenden Gerechtigkeit begonnen und 
mußte infolgedessen unentschieden bleiben. Mit dem Marxismus wird 
dieser Antagonismus zu einem wissenschaftlichen Gesetz unter dem Namen 
Klassenkampf erhoben — Arbeiterklasse gegen Kapitalistenklasse, was 
nicht dasselbe ist, wie Arme gegen Reiche, denn es handelt sich hier nicht 
um einen qualitativen, sondern um einen konstitutiven Unterschied. 
Klassenkampf! ein Feldgeschrei, das nicht wenig zum Erfolg des Marxismus 
beigetragen hat, denn auch die, die kein Wort von seinen Theorien ver 
stehen (also ungefähr die Gesamtheit der Arbeiterklasse), können diese 
Formel nicht vergessen: sie genügt, den Dampf stets unter Druck z u 
halten. 
Der Klassenkampf ist keine neue Tatsache: „Die Geschichte aller 
bisherigen Gesellschaften ist die Geschichte von Klassenkämpfen s )- 
!) Kommunistisches Manifest. Man beabsichtigt nicht, die Intellektuelle 11 
ganz zum Verschwinden zu bringen, sondern sie in die Rolle von Lohnempfänger 11 
hinabzudrücken. „In der marxistischen Auffassung wird die Revolution von d el1 
Produzenten (was sicherlich die nur mit der Hand Arbeitenden heißen soll) gemach , 
die, an die Ordnung der Werkstatt in der Großindustrie gewöhnt, die Intellektuelle 11 
als einfache Angestellte verwenden werden, deren Aufgabe die Erfüllung möglich* 
wenig zahlreicher Arbeiten sein wird“ (Sorel, Decomposition du Marxisme, S. pW* 
Wie man weiß, ist dieses Programm von den marxistischen Bolschewisten in die Wirk 
lichkeit übertragen worden. . , 
2 ) Manifest, S. 9. Wir müssen jedoch wiederholen, daß schon die Sam 
Simonisten diesen Gegensatz ausgeführt hatten, indem sie nicht von Reichen und Arme 11 ’ 
sondern von Müßiggängern und Arbeitenden sprachen. Hierin liegt sichern 
eine wirtschaftliche Unterscheidung. Es ist aber noch nicht die marxistische Un e
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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