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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel IV. Die auf dem Christentum beruhenden Lehren. 
537 
Wenn die Autorität des Vaters über seine Kinder ein für die Stabi 
lität der Gesellschaft unentbehrliches Element darstellt, so ist doch die 
Autorität des Arbeitgebers über seine Arbeiter ebenfalls äußerst be 
deutsam, wenn sie sich auch aus der ersteren ableiten läßt. Von ihr hängt 
der soziale Friede noch viel unmittelbarer ab. Der soziale Friede ist der 
Hauptgegenstand der sozialen Wissenschaft 1 ). Dieser Ausdruck kehrt 
beständig in den Schriften Le Play’s und seiner Schüler weder, und 
so nennen sich die von ihnen zur Pflege der Lehre gegründeten, über 
ganz Frankreich verbreiteten Gesellschaften „Unions de la paix sociale“. 
Der erste Versuch einer sozialökonomischen Ausstellung im Jahre 
1867, der Le Play zu verdanken war (wie übrigens der ganze bewunde 
rungswürdige Plan der Anlage dieser Ausstellung), bezweckte, die Ein 
richtungen zu belohnen, die bestimmt waren, „die gute Harmonie zwischen 
Personen, die an den gleichen Arbeiten zusammen tätig sind“, zu ent 
wickeln. Man kann sagen, daß die ganze Bewegung der Arbeiterwohl 
fahrtseinrichtungen, die im Jahre 1850 in Mühlhausen mit Dollfus 
durch das berühmte Wort: „der Arbeitgeber schuldet dem Arbeiter mehr 
als den Lohn“ eingeleitet wurde, auf dem Geiste Le Play’s beruht 2 ). 
Es ist dies das sog. „System des guten Arbeitgebers“. Natürlicherweise 
stellte sich der Apostel der Wahl-Erbfolge-Familie auch die Fabrik als 
eine Familie vor, die, nach dem Vorbild der Familie, sich durch Stabilität, 
Beständigkeit der Anstellung 3 ), geregelte Anordnung und Autorität 
eines freiwillig respektierten Hauptes charakterisiert. 
Diese für Le Play so bezeichnende These, daß das Heil der Arbeiter 
klasse nur von Oben kommen kann, scheint weniger noch begründet, 
'hm einen GesetzesVorschlaj* za erhalten, um den „Code civil“ in diesem Sinne abzu 
ändern-. Obgleich der Kaiser diesem Gedanken sympathisch gegenüberstand, und 
trotz seiner fast absoluten Macht, wagte er es doch nicht, das öffentliche Gefühl zu 
■'erletzen, denn in Wirklichkeit wenden die Familienväter nicht einmal die beschränkte 
z u ihrer Verfügung stehende Quote an, die das Gesetz ihnen zugesteht. Das Übel liegt 
daher, wenn es überhaupt ein Übel ist, viel tiefer, als Le Play dachte: es ist mehr in 
den Sitten als im „Code“ begründet. 
x ) „Der Zweck der Tätigkeit der menschlichen Gesellschaften ist weniger die 
Entwicklung der Reichtümer an und für sich, als die Erlangung von Wohlstand für 
die Menschen. Der Wohlstand bedeutet das tägliche Brot, aber er besteht nicht außer 
halb des sozialen Friedens“ (Claudio Jannet, Quatre Ecoles d-Lconomie So 
ciale, 1890). 
2 ) Man muß jedoch sagen, daß dies damals die herrschenden Ideen waren. Schon 
1840 schrieb Villerme in seinem berühmten Tableau de Petat moral et physique 
des ouvriers: „Diese wohlverstandene Bevormundung von seiten des Arbeitsgebers 
hann am wirksamsten zur Besserung der Lage und der Moral der Arbeiter beitragen“ 
DL S. 372). 
3 ) Man bekommt eine Idee von der Bedeutung, die Le Play der Beständigkeit 
der Dienstverträge beimaß, wenn man erfährt, daß ihm aus diesem Grunde die Ab 
schaffung der Sklaverei ein gewisses Bedauern verursachte! (Ref orme Sociale, 
Ka P- 65, X).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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