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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel I. Die Physiokraten. 
39 
den Adel oder die Monarchie angreifen zu wollen, weit von sich. 
Was sie wollen, ist eine Regierung unter der Form einer einzigen, 
zentralisierten, erblichen Monarchie, ohne Gegengewicht und all 
mächtig. Was sie wollen, und sie fürchten sich nicht, es hei seinem 
Namen zu nennen, ist: der Despotismus 1 ). 
„Möge die souveräne Autorität allen Einzelpersonen der Gesell 
schaft und allen ungerechten Unternehmungen der individuellen In 
teressen einzigartig und erhaben gegenüber stehen. Die Theorie des 
Gleichgewichts der Kräfte in einer Regierung ist eine verderbliche 
Meinung“ (Quesnat, Maximes) 2 ). 
Wieweit sind wir jetzt von der Trennung der Regierungsgewalten 
Montesquieu’s ? und ebenso von der Dezentralisation und vom Kanto 
nalismus! Bemerkenswert ist, daß die Frage der Steuerbewilligung 
durch die Steuerzahler überhaupt nicht angeschnitten wird. Man 
darf aber nicht vergessen, daß diese Garantie, die der Ausgangspunkt 
der parlamentarischen Regierungsform war, für die Physiokraten 
keinen Sinn hatte, da wie wir sehen werden, Steuern für sie nur das 
Recht eines Miteigentums des Herrschers, ein Domäneneinkommen 
ist, das nichts mit dem Willen des Volkes zu tun hat. 
Wie soll man diesen wenigstens scheinbaren Widerspruch er 
klären? diese Despotismusanbetung bei diesen Aposteln des „laisser 
faire“ ? 
Der Grund liegt darin, daß die Physiokraten darunter etwas 
ganz anderes verstanden als die landläufige Bedeutung des Wortes. 
Für sie ist es nicht gleichbedeutend mit Tyrannei, sondern mit dem 
Gegenteil. Für sie war es nicht einmal das, was man später die 
Regierung des „aufgeklärten Despoten“ genannt hat, der durch die 
Größe seines Genies die Menschen gegen ihren Willen glücklich 
flaacht. Der Despotismus der Physiokraten ist kein anderer, als der 
^ er natürlichen Ordnung, der gegenüber kein vernünftiger Mensch 
etwas anderes tun kann, als sich ihr zu unterwerfen. Ihr Despo- 
... Die Kritiken der parlamentarischen Regierungsform von Pupont de Nemours 
11 er „die allgemeine Korruption als notwendige Folge“ und „sein fressendes Gift, 
8,8 die Vereinigten Staaten noch nicht ergriffen hat“ (Brief an J.-B. Say, S. 414) 
" i! ' ( äußerst merkwürdig, liegen aber außerhalb einer Geschichte der Doktrinen. 
. l ) „Nur in dieser einfachen und natürlichen Regierungsform sind die Herrscher 
wirkliche Despoten und können alles, was sie für ihr Wohl beabsichtigen, ausführen“ 
(Ddpoht, S. 364). 
*) Die Physiokraten verlangten aber eine zu wählende Nationalversammlung, 
ohne ihr jedoch irgendwelche gesetzgeberischen Befugnisse einzuräumen; es sollte 
as e ihfach ein Staatsrat sein, der sich hauptsächlich mit den öffentlichen Arbeiten 
hnd der Steuerverteilung zu befassen hätte. Vgl. die Betrachtungen Esmein’s über 
(R 6 -! 011 4e h Physiokraten vorgeschlagene Nationalversammlung 
erichte der „Academie des Sciences Morales et Politiques“, 1904).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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