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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

48 
Erstes Buch. Die Begründer. 
Diesem Gedankengange scheint die Idee zugrunde zu liegen, daß| 
die Einkünfte der landwirtschaftlichen und industriellen Klassen nicht ei»' 1 
geschränkt werden können, weil sie nur das unumgängliche notwendige 
Minimum der Produktionskosten vorstellen. Folglich scheint auch scho» 
jenes Gesetz des Lohnes, das man später das eherne Lohngesetz genannt 
hat, in ihm enthalten zu sein. Sicherlich kennt jeder die erbarmungslos« 
Formel, in welche Turgot dieses Gesetz gefaßt hat, ohne übrigens damit 
zuzugeben, es rechtfertigen zu wollen 1 ). Aber vor ihm hat schon QuesnaV 
in nicht weniger klaren, wenn auch weniger bekannten Worten gesagt 1 
„Man wird vergeblich dem entgegenhalten, daß die Lohnempfängern 
indem sie ihren Verbrauch einschränken und sich Genüsse versagen, di« 
Steuern zahlen könnten, die man von ihnen verlangt, ohne daß diesej 
Steuer zuletzt auf die ersten Austeiler der Ausgaben zurückfallen würde . ■ I 
aber die Höhe des Lohnes und folglich auch die Genüssen 
die die Lohnempfänger sich verschaffen können, siiP 
durch die scharfe Konkurrenz, die sie sich unterein': 
ander machen, genau bestimmt und auf das Geringste 
beschränkt 2 ). Es ist ganz charakteristisch, daß der Erfinder der natün 
liehen Ordnung ohne Erstaunen und als etwas Natürliches, d. h. Übel' 
einstimmendes mit dieser natürlichen Ordnung zugibt, daß die Arbeitelf 
nur gerade das zum Leben Notwendigste haben! 
Auch ist es bemerkenswert, daß die Physiokraten, wenn sie die ind»' 
strielle Klasse in Bausch und Bogen betrachten, nur die Lohnempfänger 
im Auge haben und die Unternehmer ganz außer acht lassen, deren Profit? 
doch schon zu ihrer Zeit groß und wohl einsehränkbar war. Hier hätte’! 
sie der reiche Finanzier Voltaire’s in Verlegenheit bringen können, den" 
es würde ihnen Mühe gekostet haben, darzulegen, daß dieser seinen VeJ" 
brauch nicht ohne Schädigung der Produktion hätte einschränken könne»' • 
Wahrscheinlich würden sie aber geantwortet haben, daß, da dieser Finanz^ 1 
es verstanden habe, vom Staat und von seinen Mitbürgern 400000 E* 
zu erschwindeln, es ihm ein Kinderspiel gewesen wäre, sich den Betrag 
1) „Bei jeder Arbeit muß es zutreffen und trifft es auch tatsächlich zu, daß d el j 
Lohn des Arbeiters sich auf das beschränkt, was zum Erwerb seiner Unterhaltsmitf 
ausreicht“ (Rßflexions sur la formation des richesses, § VI). Es ist aber immer!»« j 
möglich, daß ebenso, wie Christus, als er sagte: „Denn Arme habt ihr allezeit bei euch j 
auch Türgot nicht ein allgemeingültiges Gesetz, sondern nur den gerade bestehend« 11 j 
Zustand im Auge hatte. 
2 ) Zweites wirtschaftliches Problem, S. 134. Quesnay fährt in seine 11, | 
Gedankengang in merkwürdiger Weise fort. Er nimmt nicht an, daß die Lohnver© 1 » i 
derung unter das Existenzminimum den Tod einer großen Anzahl von Menschen herb« 1 'j 
führen werde, sondern nur „ihre Auswanderung zu anderen Völkern“ — eine zu sei»^ 
Zeit, man sollte denken, recht optimistische Auffassung — und daß diese Auswander» 11 “ 
durch Verminderung der verfügbaren Arbeitskräfte, als Folge eine Lohnerhöh» 11 “ 
herbeiführen würde.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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