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Die Frau und die Arbeit

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau und die Arbeit

Monograph

Identifikator:
1029343713
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72101
Document type:
Monograph
Author:
Schreiner, Olive http://d-nb.info/gnd/118795457
Title:
Die Frau und die Arbeit
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (180 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Parasitimus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau und die Arbeit
  • Title page
  • I. Parasitimus
  • II. Parasitimus
  • III. Parasitimus (Fortsetzung)
  • IV. Die Frau und der Krieg
  • V. Geschlechtsunterschiede
  • VI. Einige Einwände
  • Contents

Full text

3 : 
35 
und aufzuziehen imstande sind, ginge der Gefahr des 
Ruins entgegen. Für die moderne Frau lautet das Gebot 
nicht mehr einfach: „Du sollst Kinder gebären“, sondern 
vielmehr: „Du sollst nicht mehr Kinder gebären, als du 
ordentlich erhalten und erziehen kannst“. Die Frau, die 
heute mit zwölf Kindern vor dem Tor des Werkhauses 
oder vor der Ärmenbehörde erschiene und für sich und die 
Kinder anständigen Unterhalt fordern würde als Entgelt 
ihrer Leistung, die Kinder zur Welt gebracht zu haben, 
würde kaum viel Gehör finden. Und der moderne Mann, 
den man heute an seinem Hochzeitstag den guten Wunsch 
von ehedem darbringen würde, er möge Vater von zwan 
zig Söhnen und zwanzig Töchtern werden, würde dies eher 
als Fluch, denn als Segensspruch betrachten. Es ist sicher, 
daß die Zeit herannaht, da Kindergebären nicht mehr als 
eine Leistung an sich angesehen wird, die unter allen Be 
dingungen für die Gesellschaft von Vorteü ist, sondern 
vielmehr als ein hohes Privileg, das nur jenen zukommt, 
die ihre Fähigkeit beweisen, ihre Sprößlinge rechtschaffen 
zu erziehen und zu versorgen.* 
* Die Verschiedenheit zwischen den primitiven und modernen Anschau 
ungen über diesen Gegenstand wird treffend und eigenartig durch fol 
gende zwei Vorfälle beleuchtet. Einst begegnete mir ein Bantu-Weib, das 
besser erhalten, weniger abgearbeitet und glücklicher als die Mehrzahl 
ihrer Genossinnen aussah. Auf meine Erkundigung erfuhr ich, daß sie 
zwei Brüder habe, die impotent wären, und deshalb hatte sie selbst nicht 
geheiratet, aber vierzehn Kinder, die sie mit verschiedenen Männern ge 
zeugt, hatte sie alle, so wie sie erwachsen waren, den Brüdern geschenkt. 
„Sie haben mich lieb, weil ich ihnen soviel Kinder geschenkt habe; 
darum brauche ich nicht zu arbeiten wie die andern Weiber, und die 
Brüder geben mir reichlich Nahrung und Milch,“ erzählte sie selbstzufrie 
den, „und unsere Familie wird nicht aussterben.“ Diese Person, deren 
Lebensführung vom modernen Standpunkt betrachtet, so entschieden 
antisozial war, wurde offenbar als höchst wertvoll für ihre Familie und 
Gesellschaft bloß um ihrer Fruchtbarkeit willen angesehen. — Als Gegen 
satz hierzu: Vor einigen Wochen stand in den Londoner Blättern von 
einem Frauenzimmer, das in Eastend wegen irgendeines Vergehens auf 
gegriffen wurde und vor Gericht schluchzend vorbrachte, daß sie Mutter 
von zwanzig Kindern sei. „Schämen Sie sich nicht,“ rief der Richter,
	        

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Die Frau Und Die Arbeit. Eugen Diederichs, 1914.
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