Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Frau und die Arbeit

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Frau und die Arbeit

Monograph

Identifikator:
1029343713
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72101
Document type:
Monograph
Author:
Schreiner, Olive http://d-nb.info/gnd/118795457
Title:
Die Frau und die Arbeit
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (180 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Parasitimus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau und die Arbeit
  • Title page
  • I. Parasitimus
  • II. Parasitimus
  • III. Parasitimus (Fortsetzung)
  • IV. Die Frau und der Krieg
  • V. Geschlechtsunterschiede
  • VI. Einige Einwände
  • Contents

Full text

63 
Diese Besonderheiten ihres Zustandes haben in allen 
zivilisierten Gemeinwesen die Frauen früher, und ernst 
licher den Angriffen des Parasitismus ausgesetzt als die 
Männer, und während die Akkumulierung von Reichtümern 
immer die Voraussetzung war und die Degenerierung und 
Erschöpfung des Mannes die endliche und sichtbare Ur 
sache des Verfalls großer Rassen der Vergangenheit, lag 
doch immer zwischen diesen beiden Phänomenen als Mittel 
glied der Parasitismus der Frauen, ohne welchen die erste 
Tatsache unwirksam und die zweite unmöglich geworden 
wäre. 
selbst durch die Tätigkeit von Militär, Polizei, Gerichten und Gesellschaft 
geschützt wird; fast ausnahmslos liebt er es, ein Schwert oder irgend 
eine andere Waffe an der Seite baumeln zu haben und irgendeine Uni 
form zu tragen; denn die Anmaßung des Militarismus, ohne dessen ernste 
Arbeit, ist ihm Wonne. In einer entarteten Travestie der alten Jagd 
(durch die seine Ahnherren mit Gefahr ihres Lebens und unter männ 
lichen Strapazen ihr Volk mit Nahrung versorgten und vor dem Angriff 
wilder Tiere schützten) findet er seine Hauptbefriedigung. Sie verhilft 
ihm dazu, ihn und andere die Herabgekommenheit und Nutzlosigkeit 
seiner Existenz weniger deutlich erkennen zu lassen, als wenn er sein Le 
ben im Lehnstuhl verbrächte. In den Mooren von Yorkshire kann man 
Rasenwälle aufgerichtet sehen, hinter denen sich männliche Gestalten 
verbergen, während von Sonnenaufgang an Leute unermüdlich tätig 
sind, ihnen Vögel zuzutreiben. Wenn die Vögel herbeigetrieben sind, er 
heben die Jäger hinter dem Wall ihre Waffe, und der Vogel, den auf 
zuscheuchen und herzuschaffen soviel Mühe gekostet hat, fällt tot zu 
ihren Füßen, und damit erhöht sich großartig der Ruhm des Jägers, der 
nach den Mühen der Jagd zur Stadt heimgekehrt, seine Jagdtasche vor 
weist. Fast glaubt man, aus dem Heideboden die Geister der alten teuto 
nischen Ahnen, deren Staub hier lange geruht, sich erheben und verächt 
lich mit den Fingern auf ihre degenerierten Nachkommen weisen zu sehn, 
die da hinter ihrem Erdwall hervorlugen. Zur Zeit des spätem römischen 
Kaiserreichs, in den Tagen des Verfalls, ließCommodusmitgroßenKosten 
wilde Tiere aus fernen Ländern kommen, um sich den Ruhm zu verschaf 
fen, sie im römischen Zirkus zu erschlagen, und er ließ Medaillen prägen, 
die ihn als Herkules im Kampf mit dem nemeischen Löwen darstellten. 
Es ist uns bisher auf dem Gebiete der Plastik noch keine Darstellung 
des Jagdhelden hinter dem Rasenwall bekannt; aber die Weltgeschichte 
wiederholt sich, und so mag auch das noch kommen. Es ist bemerkens 
wert, daß diese Jäger nicht etwa Jungens sind, sondern oft vollkommen 
reife Männer, vor denen alle hohen Genüsse und Beschäftigungen des 
modernen Lebens offen liegen.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Frau Und Die Arbeit. Eugen Diederichs, 1914.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.