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Die Frau und die Arbeit

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau und die Arbeit

Monograph

Identifikator:
1029343713
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72101
Document type:
Monograph
Author:
Schreiner, Olive http://d-nb.info/gnd/118795457
Title:
Die Frau und die Arbeit
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (180 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Parasitimus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau und die Arbeit
  • Title page
  • I. Parasitimus
  • II. Parasitimus
  • III. Parasitimus (Fortsetzung)
  • IV. Die Frau und der Krieg
  • V. Geschlechtsunterschiede
  • VI. Einige Einwände
  • Contents

Full text

64 
Weder die Sklaverei noch die große Anhäufung von 
Reichtümern allein könnte eine Nation durch Entnervung 
verderben, wenn ihre Frauen tätig, kraftvoll und arbeitsam 
blieben. 
Die Vorstellung, die wieder und wieder die aufeinander 
folgenden Kulturen beherrscht zu haben scheint, daß es 
für den Mann eine Möglichkeit gäbe, an körperlicher und 
geistiger Kraft zuzunehmen, während seine weibliche Ge 
fährtin stationär und untätig bliebe, ohne andern Anteil an 
der Arbeit der Gesellschaft als der passiven Erfüllung der 
Geschlechtsfunktionen, ist von den Tatsachen immer wider 
legt worden. Es endete, wie das Experiment enden würde, 
gute Rennpferde mit ungeübten, kurzatmigen, x-beinigen 
Mähren aufzüchten zu wollen. Nein, noch weit verhängnis 
voller 1 Denn während das weibliche Tier sein Wesen an die 
Nachkommenschaft einzig oder hauptsächlich durch Ver 
erbung im Keim überträgt und durch den Einfluß, den es 
während der Trächtigkeit ausübt, prägt beim Menschen die 
Mutter, indem sie die ganze geistige und moralische Atmo 
sphäre bereitet, in der das Kind die ersten Lebensjahre 
verbringt, ihr Wesen viel untilgbarer ihrem Sprößling ein. 
Nur tüchtige und arbeitsame Frauen können auf die Dauer 
tüchtige, arbeitsame Männer gebären; nur kraftlose, un 
tätige Männer können schließlich von kraftlosen, untätigen 
Frauen geboren werden. Der frisierte, parfümierte, schlaffe 
Zärtling, mit der faden Sprechweise und der feinen Klei 
dung, dem die Seltenheit und Mannigfaltigkeit der Spei 
sen zum Studium wird und dessen schwerste Arbeit die 
Suche nach Vergnügungen ist, für den selbst die Jagd, die 
seinen Vorvätern eine stärkende, männliche Arbeit von 
wesentlicher Bedeutung für das Leben ihres Volkes war, 
zur luxuriösen, possenhaften Spielerei wird — diese Art 
Mann, wo immer man ihr begegnet, ob im späten römi 
schen Kaisertum, ob im heutigen türkischen Harem oder 
in unserer nördlichen Zivilisation, ist nur dadurch möglich
	        

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Die Frau Und Die Arbeit. Eugen Diederichs, 1914.
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