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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

Friedensbedingungen und Geldentwertung. 
125 
Einnahmequellen. Entscheidend aber ist, daß wiederum durch 
diese Anleihewirtschaft die aus den Zwangsablieferungen ent 
stehende neue Kaufkraft zum größten Teil bei den beteiligten 
Einzelwirtschaften verbleibt, während gleichzeitig die erzeugten 
Güter der deutschen Volkswirtschaft endgültig verloren gehen. 
Der Mangel an Gütern, an dem die deutsche Volkswirtschaft 
krankt, kann daher im besten Falle nur allmählich abgestellt 
werden. Auf der anderen Seite wird das Mißverhältnis von Kauf 
kraft und Gütervorrat trotz der einschneidenden Steuermaßnahmen 
(vgl. IV) nur in geringem Maß gebessert. Somit dauern die Ur 
sachen der Preissteigerung von der Geldseite her weiter an. 
Die trüben Aussichten der Finanzen sind zweifellos ein neuer 
Grund zum Verzagen. Die Vorschläge, in dieser oder jener Form 
den Staatsbankrott herbeizuführen, pochen von neuem und jetzt 
mit Ungestüm an die Tür des Reichsfinanzministers. Das eine ist 
unbedingt richtig: heute kann kein Mensch sagen, ob die deutsche 
Volkswirtschaft jene gewaltigen Zumutungen, die der verlorene 
Krieg mit seinen inneren Erscheinungen und den harten Friedens 
bedingungen an sie stellt, jemals zu tragen imstande sein wird. 
Man kann nur den Glauben haben, daß die deutsche Volkswirtschaft 
aus sich heraus die Kraft finde, sich unter diesem gewaltigen Druck 
der wirtschaftlichen Knechtschaft zurechtzufinden und unter den, 
veränderten Verhältnissen wenigstens ihr Leben zu fristen. Die 
Berechtigung zu dieser Hoffnung liefert die Vergangenheit des deut 
schen Volkes, das auf Grund seiner inneren Qualitäten die zahl 
reichen herben Schicksalsschläge, die ihm geworden sind, immer 
wieder überwunden hat. Außerdem ist man — zum Glück — 
leicht geneigt, die selbsttätige Heilung, zu der eine Volkswirt 
schaft immer noch aus sich heraus befähigt ist, in der Regel zu 
unterschätzen. 
Gewiß ist hingegen, daß jede Art von Staatsbankrott, ins 
besondere auch die vorgeschlagene Umwandlung aller öffentlichen 
Schulden in Papiergeld, das wirtschaftliche und politische Elend 
vergrößern wird, ohne Deutschland von seinen gewaltigen Aus 
landsverpflichtungen zu entbinden. Die Wahrscheinlichkeit, daß 
sich auf dem ordentlichen Wege über die Arbeit, Steuerpolitik und 
Anleihetilgung eine Lebensmöglichkeit ergibt, ist auf jeden Fall 
dem sicheren Unglück vorzuziehen, das über die deutsche Volks 
wirtschaft hereinbrechen würde, wenn als letztes der Staats
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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