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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

28 
Die Finanzwirtschaft während des Krieges usw. 
und einen Restbetrag von 23,9 Milliarden Mark bei der 8. Anleihe 
trotz des je erreichten größten Ergebnisses von 15 Milharden Mark 
Zeichnungen. Nach der 9. Anleihe, die die konsolidierten Schulden 
auf den an sich ungeheuren Nennbetrag von fast 100 Milliarden Mark 
brachte, waren noch etwa 40 Milharden Mark Reichsschatzanwei 
sungen im Umlauf, die auf eine Konsolidierung warteten. Es unter 
liegt keinem Zweifel: das Reich hat von Anleihe zu Anleihe einen 
immer geringer werdenden Anteil an der während des Krieges ent 
standenen, durch die Reichszahlungen ermöglichten Kaufkraft 
auf die Anleihen wieder zurückerhalten. Darauf ist zurückzu 
kommen. 
5. Bevor die Frage geprüft wird, wo denn diese den Anleihen 
vorenthaltene Kaufkraft verbheben ist, ist als entscheidend für 
die Frage nach dem Verhältnis von Kriegsanleihe und Inflation 
hervorzuheben, daß die tatsächlich erfolgte Übertragung der Kauf 
kraft auf das Reich, ihre Umwandlung in eine Kapitalanlage, in 
einen Rentenbezug, in Wirklichkeit durchaus keine absolute 
Sicherheit dafür bot, daß die Kaufkraft nun auch endgültig dem 
Gütermarkt entzogen war, auch ganz abgesehen davon, daß 
— wie noch auszuführen sein wird — das Reich diese zurück 
erhaltene Kaufkraft von neuem ausgegeben hat. Im Frieden •— das 
wurde schon oben betont — bedeutete die Verwendung von Geld 
kapitalien zum Erwerb von Wertpapieren, die Anlegung von Er 
sparnissen in Anleihen, einen Verzicht auf anderweitige Geltend 
machung der in dem Geldkapital ruhenden Kaufkraft durch den 
Besitzer, eine Übertragung dieser Kaufkraft auf den Anleiheschuld 
ner, der sie seinerseits der von ihm gewollten Verwendung zuführte 
und dadurch auf die Preise einwirkte. Der ursprüngliche Besitzer 
konnte seine alte Kaufkraft nur dadurch zurückrufen, daß er das 
Anleihestück zum Verkauf stellte, einen Käufer suchte, der seine 
Kaufkraft in Anleihe, in Kapital verwandeln wollte. War ein sol 
cher nicht vorhanden, dann war die Anleihe unverkäuflich. Der 
Besitzer der Anleihe konnte sich zwar durch Lombardierung 
der Wertpapiere flüssiges Geldkapital beschaffen. Jedoch auch 
hierbei handelte es sich vom Standpunkt der gesamten Volkswirt 
schaft nur um eine Übertragung vorhandener Kaufkraft in andere 
Hände, wenn nicht gleichzeitig neue Noten verausgabt oder neue 
Buchkredite geschaffen werden mußten. Nur innerhalb eines ge 
wissen Spielraumes, der von der Kreditverfassung und dem Stande
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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