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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

Inflation und Kriegsanleihe. 
27 
über einen bestimmten Betrag hinaus den Darlehnsnehmern über 
Girokonto der Reichsbank gutgeschrieben. Wenn die Darlehns 
kassenscheine nicht vorhanden wären, dann hätten entsprechend 
mehr Banknoten ausgegeben werden müssen. Entscheidend ist 
also die Summe der Darlehen, die auf die Pfandobjekte, also 
Kapitalstücke, gefordert und gegeben worden sind. Bis zum Um 
lauf der Darlehnskassenscheine fanden sie Raum innerhalb dieser 
Umlaufsmenge. Den Darlehen sind aber auch die Girogelder der 
Reichsbank gegenüberzustellen. Inwieweit diese ohne Gefährdung 
der Zwecke, denen sie zu dienen bestimmt sind (Reserven der 
Einzelwirtschaften) mit den Darlehen der Darlehnskassen kompen 
siert werden könnten, also die Darlehen bei den Darlehnskassen 
ermäßigen könnten, ist von außen schwer zu beurteilen. 
Was dagegen oben (S. 19) über die seit der politischen Umwäl 
zung eingetretene Zunahme der Thesaurierung von Banknoten 
und ihr Verhältnis zur Inflation gesagt worden ist, gilt gleicher 
maßen von den thesaurierten Darlehnskassenscheinen. 
4. Man kann aus natürlichen Gründen — Ausverkauf und Teue 
rung — annehmen, daß die Kapitalien aus gewöhnlichen Erspar 
nissen sowie aus Lagerräumung und unterlassenen Instandhal 
tungsarbeiten von der 5. Anleihe an im Verhältnis zum Zeichnungs 
ergebnis geringer geworden, der Anteil der zurückgegebenen Kauf 
kraft, der eigentlichen Kriegsgewinne, am Zeichnungsergebnis 
immer größer geworden ist. Diese scheinbar günstige Entwicklung 
von Kaufkraft und Anleiheerlös ist aber nur dadurch möglich 
geworden, daß die Bildung neuer Einkommen, neuer Vermögen 
und neuer Kaufkraft seit dieser Zeit in noch größerem Umfang 
vor sich gegangen ist. In Wirklichkeit ist daher von den steigenden 
Auszahlungen des Reiches ein stets geringer werdender Betrag 
wieder zur Anleihe zurückgeflossen. Mit anderen Worten: der Er 
lös der Anleihen ist von Anleihe zu Anleihe immer mehr hinter den 
von dem Reiche während eines Anleihezeitabschnittes in Anspruch 
genommenen Krediten zurückgeblieben, die schwebenden Schulden 
des Reiches haben ständig zugenommen. Sie stiegen nach der obigen 
Zusammenstellung bei der 6. Anleihe schon auf 19,8 Milliarden Mark, 
von denen trotz des glänzenden Zeichnungsergebnisses von 13,1 Mil 
liarden Mark 6,5 Milliarden Mark uneingelöst blieben, auf 27,3 Mil 
liarden Mark und einen Restbetrag von 14,6 Milliarden Mark bei der 
7. Anleihe und auf den gewaltigen Betrag von 38,9 Milliarden Mark
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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