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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

36 
Die Finanzwirtschaft während des Krieges usw. 
die Kaufkraft sicherlich anders verwendet werden als in den 
Händen des Wertpapiererwerbers, der — da es ihm um eine Rente 
zu tun ist — in der Hauptsache nur Kriegsanleihe hätte kaufen 
können. Verkauft die Bank aus eigenem Besitz, dann vermehrt der 
Erlös das der Bank zur Verfügung stehende Betriebskapital. Da 
dieses Kapital nach bankpolitischen Grundsätzen angelegt zu wer 
den pflegt, so geht die Kaufkraft mittelst Kreditgewährung an 
Handel und Industrie oder an die Kommunen oder an das Reich 
(gegen Reichsschatzanweisungen) über, oder sie verbleibt in Ge 
stalt von Barvorräten in den Kassen der Bank, erhöht die Giro 
guthabenbestände der Reichsbank. In Kriegsanleihe werden nur 
verhältnismäßig geringe Teile der Bankgelder angelegt. 
Des weiteren kann der Verkäufer der Wertpapiere eine andere 
Privatperson sein, der die Kaufkraft des Wertpapierverkäufers 
übertragen wird. Sie kann ihrerseits mit dem Erlös Sachgüter kau 
fen oder den aus irgendwelchen Gründen zu haltenden Kassen 
bestand erhöhen oder die flüssigen Mittel bei den Banken auf Depo 
sitenkonto einzahlen (wodurch die Bank die Verfügungsgewalt er 
hält) oder auch Kriegsanleihe zeichnen. Die die Kaufkraft erhaltene 
Person kann endlich auch ein Spekulant sein, der sie dauernd im 
Ankauf und Verkauf von Wertpapieren verwendet. Die Spekula 
tion bindet die Kaufkraft insofern, als die Kapitalien ständig für 
den Kauf und Verkauf von Wertpapieren zur Verfügung gehalten 
werden. Je höher die Kurse sind, je größer die Summe der der 
Spekulation (nicht der Kapitalanlage) dienenden Wertpapiere und 
je größer die Zahl der sich an der Spekulation beteiligenden Per 
sonen ist, um so größer ist auch das Kapital, das durch die Speku 
lation gebunden wird. Es tritt im Frieden in den Reports und 
Lombarddarlehen und den Depositen der Bankbilanzen in die Er 
scheinung. Während des Krieges vollzog sich die Spekulation nur 
im Kassageschäft, so daß lediglich ein Teil der Depositen das Be 
triebskapital der Spekulation darstellen dürfte. Diese Depositen 
erheischen den größten Grad von Liquidität, da sie täglich nach 
den Verfügungen der Spekulanten hin und her geschoben werden. 
So werden sie, wenn sie nicht in bar oder als Giroguthaben bei der 
Reichsbank aufbewahrt werden, höchstens Anlage in Reichsschatz 
anweisungen, niemals aber in Kriegsanleihe finden. — 
Die Börse saugt also die flüssigen Geldkapitalien nicht in 
sich auf; sie ist nur der große Umschalter für die Kaufkraft der
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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