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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

Inflation und Wechselkurse. 
49 
Vermehrung hersteilen zu sollen. Wie sind die Meinungsverschieden 
heiten zu erklären? 
Wenn durch den Mangel an ausländischen Zahlungsmitteln die 
Kurse der ausländischen Wechsel in Deutschland gestiegen sind, 
so war es den deutschen Einzelwirtschaften dank ihrer gestiegenen 
Kaufkraft ein leichtes, für diese Zahlungsmittel mehr Mark 
einheiten anzulegen, um damit die Einfuhr von ausländischen 
Waren zu ermöglichen, nach denen infolge des Mangels an ein 
heimischen Waren eine starke Nachfrage in Deutschland bestand. 
Die höheren Markpreise für die ausländischen Waren waren in 
Deutschland möglich, entweder; weil hier schon für diese oder die 
andere entsprechende Ware entsprechend hohe Preise bestanden 
oder eine der Wechselkurssteigerung entsprechende Preissteigerung 
infolge des stetig sich vergrößernden Mangels an Waren eintreten 
konnte. Im letzteren Falle haben dann die hohen Preise für die 
Importwaren auch zur Erhöhimg der Preise im Inland beigetragen. 
(In welchem Umfange und bei welchen Waren dies geschehen ist, 
wäre im einzelnen 1 ) zu untersuchen.) Die Bewilligung höherer 
Preise in Mark für die ausländischen Zahlungsmittel braucht da 
gegen nicht immer und nicht in vollem Umfange, wie dies vielfach 
angenommen wird, mit einer Rückwirkung auf die Warenausfuhr 
verbunden zu sein. Denn erstlich kann und konnte in Wirklich 
keit — die größere Menge Mark unmittelbar in Gestalt von Noten — 
weniger in Markschulden — ins Ausland gehen und hier auf den 
Kurs der Mark drücken, oder sie konnte in Gestalt zu ungünsti 
gen Bedingungen in fremder Valuta abgeschlossener Kredite auf 
den Preis der zu importierenden Ware und später bei Näherrücken 
der Fälligkeiten für Zinsen und Rückzahlungen ebenfalls auf den 
Kurs der Mark im Ausland einwirken. Ferner konnte die größere 
Menge Mark für die Einheit ausländischer Zahlungsmittel, die für 
den Import benötigt und gezahlt wurde, den deutschen Verkäufern 
von ausländischen Wertpapieren in Gestalt von sog. Valutagewin 
1 ) Wie verschieden die Verhältnisse im einzelnen liegen, geht daraus hervor, 
daß nach einem Bericht der Frankfurter Zeitung vom 27. Juni 1919 die anhaltende 
Preissteigerung für Eisen in Deutschland zur Folge habe, daß nicht nur deutsches 
Eisen nicht mehr auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sei, sondern sogar die aus 
ländischen Angebote trotz des hemmenden Standes der Valuta jetzt unter den 
deutschen Preisen liegen. Am 22. Juni 1919 berichtet die Frankfurter Zeitung, 
daß die inländischen Preise der Anilinfarben erhöht werden konnten, weil die 
im neutralen Auslände gezahlten Preise bedeutend höher seien. 
Prion, Inflation und Geldentwertung. 
4
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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