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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

56 
Die Finanzwirtschaft während des Krieges usw. 
Schatzanweisungen aufgestapelte überreichliche Kaufkraft zum 
mindesten auf lange Zeit einer Preissenkung im Wege stehen. Al 
lerdings wird mit einer Produktionssteigerung auch eine Vermeh 
rung der umsatzfähigen Güter zu erwarten sein, anstatt wie 
bisher — durch die Zerstörungen des Kriege* — eine Verminderung, 
so daß sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage nach 
Waren allgemein wieder bessern kann. Endlich ist zu berücksich 
tigen, daß nach Beendigung des Krieges bestimmte Maßnahmen 
zur Verringerung der Kaufkraftmenge durchgeführt werden kön 
nen, die während der Dauer des Krieges als unmöglich oder als 
untunlich zurückgestellt worden sind. 
2. Wenn man ein militärisches Bild gebrauchen will, so kann 
man sagen, daß die aus der Kriegswirtschaft zurückgebliebene Kauf 
kraft der Einzelwirtschaften eine Bereitstellung mit Tiefengliede 
rung eingenommen hat. Als Vorposten gelten die über den unmittel 
baren Zahlungsbedarf hinausgehenden Papiergeldmengen in den 
Kassen der Einzelwirtschaften sowie ein Teil der Giroguthaben bei 
der Reichsbank, schätzungsweise 20 Milliarden Mark am 31. Dezem 
ber 1918, die in jedem Augenblick bereit sind, als Käufer für Waren 
und Dienstleistungen aufzutreten, sobald sich dazu eine Gelegen 
heit bietet. Der ersten Kampflinie vergleichbar sind die Guthaben, 
die, um der Zinslosigkeit zu entgehen, auf tägliche Kündigung bei 
den Banken eingezahlt worden sind, bis sie in den Wettkampf am 
Gütermarkt eingreifen können oder in eine Kapitalanlage um 
gewandelt werden sollen. Ihr Betrag war auf weitere 14 Milliarden 
Mark zu veranschlagen. Die ersten Reserven bilden die Hinter 
legungen mit Kündigung, insonderheit bei den Banken in Höhe 
von 13 Milliarden Mark (gegen 3 bzw. 4 Milliarden Mark Ende 1913) 
zum Teil auch bei den Genossenschaften in Höhe von 5 Milliarden 
Mark (gegen 2 Milliarden Mark Ende 1913), weniger bei den 33 Mil 
liarden Mark Einlagen der Sparkassen, bei denen der Charakter als 
Kapitalanlage noch vorherrschen dürfte. Von der militärischen 
Kriegführung unterscheidet sich diese finanzielle Gliederung nun 
sehr wesentlich dadurch, daß die finanziellen Reserven in Wirklich 
keit gar nicht mehr vorhanden sind: sie sind längst verbraucht. Die 
Depositen und sonstigen Einlagen sind zum größten Teil an das 
Reich (die Bundesstaaten und Gemeinden) weitergegeben worden, 
indem sie Anlage in Schatzanweisungen des Reiches (und in sonstigen 
Krediten) gefunden haben. Die Reichsschatzanweisungen, deren
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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