Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Völkerrecht und Landesrecht

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
1031122125
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63440
Document type:
Monograph
Author:
Bernstein, Eduard http://d-nb.info/gnd/118509993
Title:
Die Berliner Arbeiterbewegung von 1890 bis 1905
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J.H.W. Dietz Nachfolger
Year of publication:
1924
Scope:
1 Online-Ressource (439 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dreizehntes Kapitel. Die sozialdemokratische Frauenbewegung Berlins
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

307 
eine Verfassungsänderung bedeuten. Die Verfassung verlangt 
nicht, dass sie abgeändert werde, ehe ein ausserhalb der Staats- 
kompetenz liegendes Gesetz ergeht, sondern sie will, dass ein 
solehes Gesetz nicht anders als unter den erschwerenden Erforder- 
nissen einer Verfassungsänderung zu Stande komme. Man kann 
zwar sagen, dass dies Gesetz in Wahrheit zwei Rechtssätze ent- 
halte, einmal den ausdrücklich in ihm ausgesprochenen, dazu aber 
noch den implicite in ihm enthaltenden verfassungsändernden 
Rechtssatz. Richtig; aber dieser zweite Rechtssatz ist nicht die 
Voraussetzung für die Geltung des ersten, sondern er wird durch 
den Erlass des ersten „stillschweigend‘“ mitgesetzt. Nur dann, 
wenn etwa die Verfassung ausdrücklich vorschreiben sollte, dass 
in den Fällen, die wir im Auge haben, dem Gesetz eine formelle 
Verfassungsänderung voraufgehen müsse, könnte man diese als 
international unentbehrlich in unserem Sinne bezeichnen.!)?) 
Sonach bleibt es dabei: das international unentbehrliche Recht 
ist dazu bestimmt, das völkerrechtsgemässe Verhalten der voll- 
ziehenden Gewalt, die richterlieche inbegriffen, zu ermöglichen. 
1) Indess auch hier wäre dann darauf hinzuweisen, dass das auf Grund 
der verfassungsrechtlichen Ermächtigung ergehende Gesetz einem Akte der 
vollziehenden Gewalt sehr‘ nahe käme. $. über verwandte Anschauungen 
Hänel, a. a. 0. S. 200. 
2) Wie steht es, wenn sich ein neugegründeter Bundesstaat in seiner 
Verfassung die Kompetenz zum Erlass völkerrechtlich gebotenen Rechts bei- 
legt? Vergl. etwa Verf. der Vereinigten Staaten, Art. 1 Sect. 8: „The Con- 
gress shall have power .... to define and punish piracies and felonies com. 
mitted on the high seas, and offences against the law of nations, . .. fo 
make rules concerning captures on land and water“ etc. Man wird sagen 
müssen, auch soweit die hier vorgesehenen Gesetze völkerrechtlich unmittelbar 
geboten sind, ist die Kompetenzklausel nicht international unentbehrlich. 
Denn die Verfassung könnte ja diese Rechtsätze selbst sofort aufstellen, sie 
unterlässt dies nur aus praktischen Gründen. Vergl. oben S. 305 Note 2. 
Dasselbe trifft dann natürlich für Bestimmungen zu, die dem Bundesstaate 
die Kompetenz geben, eventuell „mittelbar gebotene“ Rechtssätze zu er- 
lassen, also etwa die Klauseln der deutschen Reichsverfassung, nach denen 
das Reich Gesetzgebungkompetenz auf den Gebieten der Fremdenpolizei und 
des Passwesens (RV. Art. 4 Z. 1), des Zoll-, Handels-, Verkehrswesens (Art. 4 
Z. 2, 8, 9, 10), des Seeschiffahrts- und Konsulatswesens (Art. 4 Z. 7), des 
Heerwesens (Art. 4 Z. 14) u. s. w., aber überhaupt die Befugniss besitzt, 
privat-, straf-, prozess-, verwaltungsrechtliche Normen aufzustellen (RV. 
Art. 4 Z. 1, 3, 4, 5, 6, 11, 12, 13, 15), Vergl. Hänel, Deutsches Staatsrecht 
[ S, 541. und unten $ 13 unter IV.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.