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Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung

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Bibliographic data

fullscreen: Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung

Monograph

Identifikator:
1033562599
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-54741
Document type:
Monograph
Author:
Kampffmeyer, Paul http://d-nb.info/gnd/116038365
Title:
Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchhandlung Vorwärts
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (122 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
9. Kapitel. Staatliche und kommunale Zufluchts- und Erziehungsstätten für erwachsene Prostituierte
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung
  • Title page
  • 1. Kapitel. Die Ehe und die Prostitution
  • 2. Kapitel. Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung der Stadt
  • 3. Kapitel. Der soziale Schuldbetrag der Prostitution
  • 4. Kapitel. Die staatliche Reglementierung der Prostitution
  • 5. Kapitel. Krankenkasseneinrichtungen zur unentgeltlichen Behandlung Venerischer
  • 6. Kapitel. Die wohnungsgesetzliche Bekämpfung der Mißstände der Prostituiertenwohnungen
  • 7. Kapitel. Die Zerrüttung der Familie und die Prostitution Jugendlicher
  • 8. Kapitel. Fürsorge-Einrichtungen für Minderjährige als Schutzwehren gegen die Prostitution derselben
  • 9. Kapitel. Staatliche und kommunale Zufluchts- und Erziehungsstätten für erwachsene Prostituierte
  • 10. Kapitel. Die Prostitution der dienenden Klasse und ihre Eindämmung
  • 11. Kapitel. Die Prostitution als Klassenerscheinung und ihre Ueberwindung
  • Contents

Full text

8 
113 - 
auch in der Schneiderftubc, wo die blauen Uniformen und die 
Schuten, deren Material aus England kommt, angefertigt werden. 
Die Erhaltung des Hauses und das Kochen wird von einigen Mädchen 
besorgt. Um für müßige und ungeschickte Finger stets eine Arbeit aus 
Lager zu haben, wird die Herstellung eines neuen patentierten 
Fleckenreinigers aus Hülsen und Woll-Läppchen für eine Fabrik be 
trieben. Tausend Stücke bringen 7,5g Mark. Auch einige kleine 
Kinder bis zu vier Jahren sind in dem Heim in Pflege, allgemeine 
Lieblinge, die frohes Leben in das Bild bringen. . . . Die meisten 
der Schützlinge werden in Dienststellen untergebracht, für die stets 
Vakanzen vorliegen, ein Beweis, daß man die Mädchen, nach ihrem 
Aufenthalt im Heim als zuverlässig schätzt." 
Die Heilsarmee kann aber keine vielseitigen Menschen, sondern 
nur einseitige religiöse Fanatiker erziehen. 
Tausende von hilfesuchenden Händen unglücklicher großjähriger 
Dirnen greifen heute in die leere Luft, weil weder Staat noch Ge 
meinde ihnen die Rettungshand bietet. 
Den Pastor Jsermeher, den Leiter der Korrektionsanstalt zu 
Himmelstür, flehte einst eine ehemalige Dirne mit verzweifelten 
Gebcrden au: „Helfen Sie mir, Herr Pastor, daß ich nicht wieder 
nach Hause komme." — „Wie? Du willst nicht nach Hause?" fragte 
ich, „nicht nach Deinen Eltern?" — „Nein, nein! "— „Weshalb denn 
nicht?" — „Dann muß ich wieder unter die Kontrolle gehen; deshalb 
lassen Sie mich hier, Herr Pastor!" - - Ich staunte, da ich so etwas 
zum ersten Male hörte! Ich fragte meine Freunde, sic schüttelten 
den Kopf und wußten keinen Rat; ja, sie meinten zum Teil: Es 
hilft doch nichts, was man auch mit diesen Personen aufstellen mag, 
dies Volk hat Nomadenblut in seinen Adern, das ivill doch wieder 
hinaus auf die Straße und von der Straße zurück insGefängnis. 
Und in schlaflosen Nächten tauchte dem Pastor Jsermeher der Ge 
danke der Begründung von Arbeiterinnenkolonien auf: „Baue, 
!vie cs Arbeiterkolonien für Männer gibt, so eine Arbeiterinnen- 
kolonic für die unglücklichen heimatlosen Weiber. So ging das Be 
dürfnis nach einem Asyl einerseits hervor aus der Art der entlassenen 
Gefangenen." Pastor Jsermeher schuf das erste „Arbeiterinnen- 
Ashl". 
Das Arbeiterinnen-Ashl Jsermeyers ist als ein „Haus" und 
nicht als eine „Anstalt" gedacht. „Es müssen so viel als möglich 
Familien eingerichtet werden, es muß überall behaglich sein, es muß 
Gemütlichkeit herrschen — Arbeit -— ja, aber auch Humor muß im 
Hause herrschen. Denn ohne Humor hält es kein Mensch aus; den 
armen Mädchen aber, die sich ausgestoßen fühlen aus dem Kreise 
ihrer Mitmenschen, ist es Bedürfnis, daß sie Freundlichkeit erfahren." 
(Jsermeher.). 
Pastor Jsermeher will Sonnenschein und Lebensfreude in seine 
Arbeiterinnenkolonie Himmelstür hineinbringen. „Nun aber kann," 
so bemerkt er treffend, „Humor und Lebensfreude da nicht auf-
	        

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Die Prostitution Als Soziale Klassenerscheinung Und Ihre Sozialpolitische Bekämpfung. Buchhandlung Vorwärts, 1905.
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