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Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

Monograph

Identifikator:
1042018391
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-81635
Document type:
Monograph
Title:
Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
V, 362 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf
  • I. Geschäftliche Versicherung
  • II. Öffentliche Versicherung
  • Zusammenfassung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf

Full text

8 
Heinz Potthoff. 
richtungen, vor allem der wichtigsten: Lebens- und Feuerversicherung; während 
für einzelne Zweige wie Transport-, Hagel- und Viehversicherung sich aus 
dem Gegenstände der Sicherung manches schließen läßt. Eine Berufs- oder 
Einkommensstatistik der in den großen Versicherungszweigen gegen die wich 
tigsten Schadensfälle gedeckten Personen wäre gegenwärtig nur mit ungeheurer 
Arbeit aus den Akten der Versicherungsanstalten und auch dann noch höchst 
unvollständig zu gewinnen. Das einzige, was erreicht werden könnte, wäre 
eine ungefähre Schätzung durch Sachverständige. Zu erwägen aber ist, ob 
nicht die Frage wichtig genug ist, einmal von Reiches wegen gelöst zu werden. 
So wie die letzte Berufszählung von 1907 schon Fragen über die Zu 
gehörigkeit zur Reichsinvalidenversicherung enthielt, könnte auch einmal mit 
einer Volkszählung die Frage nach der Zugehörigkeit zu allen Arten von 
privater oder öffentlicher Versicherung verbunden werden. Wichtig genug 
wäre die Antwort, denn sie erst würde uns erlauben, den zwei weiteren 
Fragen nachzugehen: aus welchen Mitteln die Versicherungsprämien gedeckt 
werden und welche wirtschaftliche Bedeutung die Prämienzahlung für den 
Versicherten hat. 
Die Versicherung bedingt eine regelmäßige (oder auch einmalige) Aus 
gabe. Diese kann eine Belastung des Haushaltes darstellen (Lebens 
versicherung, Wohnungsversicherung) oder eine Belastung des Geschäftes und 
Erwerbes (Schadenversicherung aller Art, soziale Versicherung). Wie be 
schafft sich im einen und anderen Falle der Versicherte die Mittel zur 
Prämienzahlung? Schränkt er seinen Verbrauch ein? Erhöht er seine 
Tätigkeit? Steigert er durch Änderung seines Betriebes, Vermehrung seines 
Umsatzes, Erhöhung der Preise sein Einkommen? Wälzt er also die Ver 
sicherungslasten als erhöhte Geschäftsspesen auf andere ab? und vielleicht 
seine erhöhten Haushallslasten auch? — Das und manches andere sind 
Fragen, auf die wir gegenwärtig keine irgendwie exakte Antwort zu geben 
vermögen. 
Und doch wäre eine solche Antwort von größter Bedeutung, nicht nur 
um die Wirkung der Prämienzahlung auf die Einzelwirtschaft sondern auch 
um die volkswirtschaftlichen Verschiebungen richtig beurteilen zu können. 
Das gilt ganz besonders von der sozialen Versicherung, weil hier der Staat 
durch Gesetzeszwang die Einrichtungen schafft, die Lasten verteilt und sich 
vor jedem derartigen Gesetze doch einigermaßen klar sein müßte, wer die 
Lasten tatsächlich und endgültig trägt. Es ist auffallend, daß in den fast 
dreißig Jahren deutscher Sozialversicherung diese Frage noch niemals gründ 
lich untersucht worden ist. Anläufe dazu sind gelegentlich gemacht worden. 
Aber über Einzelmaterial, über Behauptungen und Teilschätzungen sind wir
	        

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Untersuchungen Über Das Versicherungswesen in Deutschland. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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