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Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

Monograph

Identifikator:
1042018391
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-81635
Document type:
Monograph
Title:
Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
V, 362 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Geschäftliche Versicherung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf
  • I. Geschäftliche Versicherung
  • II. Öffentliche Versicherung
  • Zusammenfassung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf

Full text

20 
I. Geschäftliche Versicherung. 
nischen Vervollkommnungen, welche die Lebensversicherungsgesellschasten 
auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen einführen konnten, jetzt viel 
fach möglich, in der Versicherungssumme mehr zu gewähren, als die ein 
gezahlten, um die Dividenden verkürzten Prämien insgesamt betragen, 
so daß von einer mäßigen Verzinsung der Einlagen gesprochen werden 
kann. So kann z. B. ein Dreißigjähriger, der sein Leben bei der Gothaer 
Lebensversicherungsbank a. G. mit Abkürzung der Versicherungsdauer 
auf 20 Jahre versichert, bei Berücksichtigung der Dividenden damit rechnen, 
daß er bei Erleben des Endtermins für eine Versicherungssumme von 
10 000 Mk. nur ca. 7050 Mk. eingezahlt haben wird. Da die Erhaltung 
des Anspruchs auf die Versicherungssumme von rechtzeitiger Entrichtung 
der Prämien abhängig und ein Verfall dieses Anspruchs fast stets mit 
Verlusten verbunden ist, spricht man auch von einem „Sparzwang", der 
bei der Lebensversicherung ausgeübt wird, und dieser freiwillig über 
nommene Zwang stellt moralisch die Lebensversicherung vielleicht noch 
über die eigentlichen Spareinrichtungen. Ähnliche Vergleiche lassen sich 
auch für die Rentenversicherung und andere Zweige der Lebensversicherung 
anstellen. 
Sparen der Versicherer. 
Anderseits sind auch die Lebensversicherungsgcsellschaften selbst Sparer. 
Sie dürfen die ihnen zufließenden Einnahmen nach der Technik be§. 
Lebensversicherungsgeschäfts nicht voll verbrauchen. Wenn sie gerüstet 
sein wollen, die von ihnen in den Versicherungsverträgen übernommenen 
Verpflichtungen rechtzeitig erfüllen zu können, müssen sie einen nacb 
mathematischen Grundsätzen berechneten Teil der Einnahmen zu Rücklagen, 
zur sogenannten Prämienreserve, verwenden; sie müssen aus ihm große 
Sparkapitalien für den Fall des Bedarfs ansammeln. 
Deutsche und ausländische Lebensversicherung. 
Will man die Bedeutung der Lebensversicherung als Spareinrichtung 
erfassen, so muß man nach dem Gesagten die Untersuchungen sowohl nach 
der Seite der Versicherten als auch nach der Seite der Versicherer an 
stellen. Selbstverständlich erstrecken sich die Untersuchungen nur auf das 
deutsche Lebensversicherungsgeschäft. Es muß aber darauf hingewiesen 
werden, daß sich die Grenze nicht zuverlässig finden läßt. Die meisten 
deutschen Gesellschaften arbeiten auch im Auslande, und es ist nicht 
möglich, ihr Geschäft in seine deutschen und ausländischen Bestandteile 
zu zerlegen. Ein annähernder, freilich nicht feststellbarer Ausgleich wird
	        

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Untersuchungen Über Das Versicherungswesen in Deutschland. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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