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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1047743825
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-81714
Document type:
Monograph
Title:
Rapport sur la journée de huit heures ou la semaine de quarante-huit heures
Place of publication:
London
Publisher:
Harrison & Sons
Year of publication:
1919
Scope:
iv, 165 Seiten
Digitisation:
2019
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapitre I. Législation actuelle - usages et coutumes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

234 
II. Buch. Der Güteraustausch. 
hat denn eine plötzliche Preisumwälzung nicht nnr Vermögensverschiebuugen, 
sondern auch beträchtliche Verluste an Nationalvermögen zur Folge, weil şie 
die Production zum Theil in falsche Bahnen leitet. 
Als Beispiel für ein ziemlich plötzliches, überaus bedeutendes und nach 
haltiges Sinken des Tauschwerthes des Geldes muß besonders die Pre's- 
revolution, die sich im 16. Jahrhundert in Europa vollzog, genannt werden- 
Dieselbe brachte äußerst starke Vermögensverschiebungen zuwege. Man be 
denke, was es zu bedeuten hatte, daß die niedersächsischen Roggenpreise während 
der Jahre 1525—1550 genau doppelt so hoch standen als während des Zeit 
raumes vom Jahre 1475 bis 1500. Die französischen Weizenpreise betrugen 
in der Zeit von 1450 bis 1500 durchschnittlich 4,08 Francs pro Setier, von 
1501 bis 1520 5 Francs, von 1521 bis 1540 11,26 Francs, von 1541 bis 1560 
11,69 Francs, von 1561 bis 1580 21,33 Francs von 1581 bis 1600 32,5 
Francs. In England fanden ähnliche Preisverschiebungen statt i . Der Gründe 
dieser Preisumwälzung, die sich um die angegebene Zeit auf allen Production^ 
gebieten vollzog, sind vornehnllich zwei: erstens das Zuströmen der Edel 
metallschätze, die im spanischen Amerika gewonnen wurden, in das europäische 
Mutterland und überhaupt in die civilisirtesten Länder Europas und zweiten- 
der Umstand, daß sich dazumal in vielen Ländern unseres Welttheils eine be 
trächtliche, durch die größere öffentliche Sicherheit und die verbesserten Eolv- 
municationsmittel 2 begünstigte Beschleunigung des Geldumlaufs vollzog. ® et 
letztere Grund dürfte vielleicht in noch höherem Maße ausschlaggebend gewestv 
sein als der erstere; denn die amerikanischen Edelmetallschätze strömten in ihŗ^ 
ganzen Fülle in die europäischen Länder erst zu einer Zeit ein, wo sich ^ 
Preisumwälzung schon in gewaltigem Maße geltend machte. 
Uebrigens dauerte das Sinken des Geldwerthes mit einigen Schwab 
kungen und längern Unterbrechungen, wie sie in den einzelnen Ländern namentü 
: Siehe Roscher a. a. O. 284. . 
2 Man bedenke, was es für einen Fortschritt gegen früher bedeutete, daß " 
Jahre 1504 auf Befehl Philipps des Schönen die spanisch-habsburgischen Lande du^ 
einen sichern und erstaunlich schnellen Postverkehr miteinander verbunden wurde ' 
daß also die Niederlande, Deutschland, Spanien, ja auch Frankreich in regern 
miteinander traten. Das alles geschah auf Rechnung und Gefahr des HauptpostmeÜ e 
Franz von Taxis, der für alle seine Leistungen nur einen mäßigen Gehalt bez^ 
Diesem System von Verbindungen wurden dann durch einen am 12. November ^ 
zwischen Karl V. und Taxis geschlossenen Vertrag auch Rom und das spanische Un 
italien angegliedert. Die Beförderung von Brüssel nach Paris betrug laut biO , 
Vertrage im Sommer nur 36 Stunden. Wie mußte diese schon an die modernen ' 
hältnisse erinnernde Schnelligkeit der Communicationen den Wechselverkehr erleich , 
und zu beträchtlichen Ersparnissen an Zahlungsmitteln führen! (Siche I. Rübs" 
Johann Baptista von Taris. Freiburg 1889.)
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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