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Die technischen Hilfsmittel für den Transport zu Wasser und zu Lande von Fleisch in gekühltem und gefrorenem Zustande

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Bibliographic data

fullscreen: Die technischen Hilfsmittel für den Transport zu Wasser und zu Lande von Fleisch in gekühltem und gefrorenem Zustande

Monograph

Identifikator:
1687964882
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102973
Document type:
Monograph
Author:
Pabst, Richard
Niederlein, Gustav http://d-nb.info/gnd/1051326508
Title:
Die technischen Hilfsmittel für den Transport zu Wasser und zu Lande von Fleisch in gekühltem und gefrorenem Zustande
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Deutsch-Argentin. Centralverband
Year of publication:
(1913)
Scope:
47 S.
Ill., graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
7. Erfahrungen über die Verwendung von Gefrierfleisch in der Schweiz
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien
  • Title page
  • Erster Abschnitt. Die Schutzgebiete unter deutscher Verwaltung
  • Zweiter Abschnitt. Die einzelnen Schutzgebiete und ihre Entwicklung
  • Dritter Abschnitt. Die Schutzgebiete im Weltkriege
  • Vierter Abschnitt. Die Schutzgebiete unter Mandatsverwaltung
  • Fünfter Abschnitt. Anerkennungen der deutschen Kolonialbetätigung aus Feindesmund
  • Sechster Abschnitt. Stimmen Eingeborener der deutschen Kolonien
  • Ausblick

Full text

Ausblick 
pprengt, um sich der französischen Bedrückung 
zu entziehen. Als Eingeborener einer früheren 
deutschen Kolonie kann ich bekunden, daß sich 
die Franzosen wie ein Gifthauch ausgewirkt 
haben. All die ausgezeichneten Einrich— 
lungen, die die Deurschen pflegten, sind 
»ernachlässigt, der Handel ist zerstört 
uind die Bevölkerung bis auf die Knochen 
hesteuert. Wir haben nun genug gehört von 
der angeblichen Gottlosigkeit der Deutschen; 
venn aber die Wahl besteht zwischen ihnen 
und den Franzosen, dann gebt uns die Deutschen; 
Bott möge geben, daß sie bald zurückkehren.“ 
Der Kolonialdeutsche, Berlin 1. 12. 1927. 
Ausbelick 
Der Überblick über die wirtschaftliche Lage der 
Kolonien ergibt die Tatsache, daß in Südwestafrika, 
Ostafrika und Britisch-Kamerun erhebliche deuische 
Interessen vorhanden sind. Letzteres ist fast ein 
rein deutsches Wirtschaftsgebiet unter britischer Ver— 
valtung, in Südwest beginnen die Deutschen um 
hie Mehrheit zu kämpfen und in Ostafrika dürfte 
n absehbarer Zeit die deutsche Bevölkerung der 
zritischen Zivilbevölkerung gleich sein. Das ist 
zewiß rühmlich für die deutsche Spannkraft und 
Leistungsfähigkeit, wenn man an die schamlose 
Beraubung und Vertreibung unter dem Namen 
Liquidation und Repatriierung denkt. Es ist aber 
oor allem ein starkes Bekenntnis zum Kolonial⸗ 
villen des Teiles unseres Volkes, der aus eigener 
Sachkunde ein Urteil abzugeben berufen ist. Dort, 
wie in den Gebieten, in denen wir z. T. noch 
durch Gewalt oder Tücke am Weitbewerbe ver— 
hindert werden — eine Angst, die uns ehrt! —, 
sind die Kriegsfolgen überwunden, und die Er— 
folge deutscher Arbeit fallen als üppige Ernte 
unseren unrechtmäßigen „Rechtsnachfolgern“ in 
den Schoß. Die Hoffnungen, die wir seinerzeit 
ruf unsere Kolonien setzten, haben sich als sachlich 
gerechtfertigt erwiesen. Wir haben ihre wirtschaft⸗ 
lichen Mögßglichkeiten nicht überschätzt, sondern 
richtig eingeschätzt, als wir ihren Wert auf 
70 Milliarden Goldmark berechneten. Diese sind 
uns bisher nicht gusgebracht. Man hat die Ent⸗ 
schädigungen der beraubten Kolonial- und Übersee— 
deutschen aus den Tawes-Annuitäten im Haag 
abgelehnt. Wir werden nunmehr fordern müssen, 
daß, wenn die Mandate in Eigentum der jetzigen 
Inhaber umgewandelt werden sollten, der volle 
Wert auf unser Kriegsdebet angerechnet wird. 
Beschieht die Umwandlung aber nicht — und das 
allein entspricht dem Rechte — dann müssen uns 
die Mandate wieder übertragen werden, nachdem 
in Locarno anerkannt ist, daß die einzige Recht— 
fertigung des Kolonialraubes, unsere angebliche 
oloniale Unfähigkeit und Unwürdigkeit, eine Lüge, 
die Kolonialschuldlüge — gewesen ist. Wir 
sind nach wie vor unter den Weltvölkern eines 
der ersten. Und Weltvölker haben das Recht und 
die Pflicht mitzuwirken bei der Einfügung der 
ioch brachliegenden Gebiete in die Weltwirtschaft 
ind die Zivilisation. 
Es bliebe die Frage, ob Deutschland mit 
jeiner jetzigen traurigen Wirtschaftlage überhaupt 
vieder Kolonialbesitz mit Aussicht auf Erfolg 
in Verwaltung nehmen könnte. Wir sind 
er Meinung, daß das bejaht werden muß. Wir 
oürden Rohstoffe zu erschwinglicheren Preisen 
us eigenen Schutzgebieten beziehen als aus dem 
luslande, ganz abgesehen davon, daß 30 - 405 
er Kosten unserer Volkswirtschaft in Gestalt von 
handels⸗, Reederei⸗, Versicherungsgewinnen und 
Is Gehälter und Unterhaltungskosten unserer in 
en Kolonien tätigen Landsleute wieder zuflössen. 
die Tatkraft unserer Auslandsdeutschen, zum 
roßen Teile völlig brachgelegt, würde ein Be— 
itigungsfeld finden und die Kolonien in An— 
etracht unserer Rohstoffnot zu einem ungeahnten 
lufschwung bringen. Das alles würde das 
Nutterland wirtschaftlich stärken und im Hinblick 
uf seine Verpflichtungen aus dem Friedensvertrage 
ahlungsfähiger machen. Uns will scheinen, daß 
uch Teutschlands Gläubiger ein Interesse an 
ieser Lösung haben. 
Geld braucht Deutschland nicht für die Ver— 
»altung eines ihm neu zufallenden Kolonial— 
esitzes. Tenn wie schon 1909 bringen auch 
eute noch die Kolonien ihre Verwaltungskosten 
elbst auf. Und Privaätkapital ist für Afrika 
mmer noch zu finden, ganz abgesehen davon, 
,aß die Amerikaner, in der Überzeugung, daß 
kolonialbesitz Deutschland zur Ersüllungspolitik 
zach dem Dawesplan fähig macht, bereit sind, es 
a deutschen Kolonien anzulegen oder ihnen zur 
zerfügung zu stellen. 
Macht ist dazu auch nicht nötig. Man könnte 
in die relativ gleichfalls machtlosen Kolonialstaaten 
Sortugal, Spanien und vor allem Holland denken 
— aber ist dieser Einwurf überhaupt berechtigt 
ud würdig? Wenn man etwas nicht unternehmen 
»ll, weil man es im Kriegsfalle nicht schützen 
ann, hätten wir dann unseren Überseehandel, 
nsere Schiffahrt wieder ausfbauen dürfen? Ja, 
ind wir denn in der Lage, den Bauern hinter 
em Pfluge, den Arbeiter an der Maschine zu 
hützen? Und sollen Pflug und Maschine deshalb 
illstehen? 
Und dann malen pazifistische Phantasten ein 
hauriges Gemälde von dem „mit Kolonialbesitz nicht 
elasteten“ Deutschland, das außerhalb der Rassen⸗ 
ämpfe bleibt und sich womöglich gar deswegen 
„er Liebe und Verehrung der farbigen Rassen er— 
reut. Ich habe darüber eine kleine Schrift ge— 
hrieben (Imperialismus und Kolonialpolitik, 
serausgegeben 1927 von der Deutschen Kolonial— 
gesellschaft), die diese Illusionen widerlegt. Hier 
rur soviel: was für China und Indien gelten 
2
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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