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Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

Monograph

Identifikator:
1762680025
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144170
Document type:
Monograph
Author:
Bücher, Hermann http://d-nb.info/gnd/13356293X
Title:
Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
Year of publication:
1925
Scope:
44 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Title page
  • Contents
  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Gegenwärtiger stand der Handelsvertragsverhandlungen
  • Arbeiten des Reichswirtschaftsrates für die Zolltarifrevision
  • Grundsätzliche fragen der Steuerreform

Full text

Einfuhr und auch für die Ausfuhr. Unsere 
Ware ist zu teuer. Wenn unsere Ware zu 
teuer ist, und wenn wir auf der anderen 
Seite zolltarifarisch nicht geschützt sind, 
wenn wir im Inlande an Geldknappheit lei- 
den und das Ausland langfristige Kredite 
gewährt, dann ist gar kein Zweifel, daß 
Handel und Industrie selbst im Auslande 
illiger kaufen und sich des Auslands- 
mnarktes bedienen, weil sie die Inlandsware 
überhaupt nicht mehr kaufen können, weil 
vom Unternehmer Kredit nicht gewährt 
werden kann, während ihnen die Auslands- 
ware im Hause angeboten wird. Das ist 
sine der Ursachen für die Steigerung der 
Passivität der Handelsbilanz. Das wesent: 
lichste.. Moment für _ die mißliche Lage 
scheint mir in _der Unterkapitalisierung_der 
Wirtschaft zu liegen, das teure Geld, das zu 
wenige Geld, trägt zu diesen Schwierig: 
keiten bei. Hinzu kommt, wenn man den 
Ursachen nachgeht, die Steuerbelastung. Es 
ist gar kein Zweifel, und ich will es hier 
kurz ausführen, daß unsere Steuerbelastung 
zu hoch ist. Es ist auch gar kein Zweifel, 
daß Reich, Länder und Kommunen den Be: 
dürfnissen der Wirtschaft in keiner Weise 
Rechnung tragen. Ich habe im Verein Deut: 
scher Maschinenbau-Anstalten ausgeführt, 
daß Reich, Länder und Kommunen vor dem 
Kriege die Wirtschaft mit 5,6 Milliarden be: 
anspruchten und heute mit über 11 Milliars 
den Mark. Das bedeutet eine Differenz von 
rund 5—6 Milliarden Mark. Diese Ziffern 
wurden bezweifelt, obwohl sie aus amt: 
licher Stelle stammen. Nach neuerer amt: 
licher Berechnung soll die Differenz des Vor: 
kriegseinkommens von Reich, Ländern und 
Kommunen und des Nachkriegseinkom: 
mens nur 3%. bis 4 Milliarden statt 5 bis 
6 Milliarden betragen. Ich glaube an diese 
Ziffern nicht. Aber selbst wenn sie richtig 
sind, ist es eine Ungeheuerlichkeit, und 
zwar in dem Zusammenhange mit der fol 
genden Berechnung: 
Wir haben das gesamte nationale Ein- 
kommen Deutschlands vor dem Kriege mit 
40—45 Milliarden. Goldmark angegeben. 
Wenn ich die Reduktion anwende, die man 
infolge Rückgangs der Ausnutzung der 
Kapazität der Wirtschaft anwenden muß, 
aber auf der anderen Seite die Verteuerung 
der Produktion buchen muß, so komme ich 
zu denselben Werten. Wir sind um 30 Pro: 
zent zurückgegangen und haben um 30 Pro- 
zent höhere Preise. Wenn ich diese 10,8 
Milliarden, die ausgerechnet wurden als Ver: 
rauch von Staat, Reich, Ländern und Kom: 
nunen, in Relation bringe zu dem Totalwert 
ler nationalen Produktion, so ergibt sich 
Jaraus eine Belastung um 25 Prozent des. 
jesamten_in_ Deutschland. erzielten Produk» 
ionswertes, wobei Sie bedenken müssen, 
Jaß Teile des nationalen Produktionswertes 
iberhaupt nicht zu erfassen sind, daß es vor- 
<ommen kann, daß der Etat der Gemeinden 
abil aufgestellt wird neben dem der Länder, 
ınd daß ein Wettrennen der Länder statthat 
ım den Säckel des Reichs. Dann sind dies, 
venn auf der anderen Seite Schwierigkeiten 
ler Wirtschaft vorliegen, Ungeheuerlich- 
zeiten. Dagegen sollte mit aller Schärfe an- 
jegangen werden. 
Über die Frachten will ich mich nicht 
weiter auslassen. Sie wissen, das unsere 
Ixportfrachten mit 100 Prozent über den 
'rüheren Tarifen liegen. 
Der weitere Punkt der Belastung der 
Preise sind die sozialen Lasten. Diese 
.asten sind bei um# ” äüßerordentlich hoch, 
je müssen jedoch getragen werden, obwohl 
lien verantwortlichen Personen nicht oft 
zsenug gesagt werden kann, daß alle Sozial: 
»olitik ein Ausfluß des Reichtums ist, daß 
jozialpolitik nur da betrieben werden kann, 
vo Überschüsse fabriziert werden, und daß 
Sozialpolitik aus der Substanz nicht bezahlt 
werden kann. Wenn dieser Grundsatz an: 
zjewendet würde, würden wir in vielen 
Dingen für den Arbeiter besser und für 
ınsere Produktion erträglicher sorgen 
können. 
Es kommt dann die Frage der Löhne. 
Da stehe ich persönlich auf dem Standpunkt, 
laß die Löhne in. Deutschland... durch: 
schnittlich nicht, zu. hoch. sind. Sie sind an 
ler Kaufkraft gemessen im Durchschnitt 
ıicht zu hoch. Sie drohen es_aber zu wers 
len. Ich habe schon einmal ausgeführt, daß 
lie Frage, ob wir in Deutschland eine Ins 
Jation haben werden — sie kann wieder: 
zommen, nicht von der Währungsseite 
ıer, sondern von der Seite der inneren Ent: 
wertung der Mark, der Herabsetzung der 
Saufkraft — nicht eine Angelegenheit der 
Reichsbank ist, sondern eine Frage der 
>olitik, die der Reichsarbeitsminister in Zu: 
zunft betreibt. Das Währungsproblem hängt 
von ihm viel mehr ab als vom Reichsbank- 
jräsidenten. 
Ich greife dann als vierten Punkt der 
Verteuerung der Waren die zu hohen Vers 
<aufsspesen heraus. Wir entdecken eine zu 
jroße Spannung zwischen Produktionswert 
der Ware und dem Preis der Ware in der 
'etzten Zeit. Ich habe hierüber in Frankfurt
	        

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Grundlagen Der Wirtschafts- Und Handelspolitik. Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, 1925.
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