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Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete

Monograph

Identifikator:
1688114769
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-105106
Document type:
Monograph
Editor:
Davis, Trietsch
Title:
Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gea Verl.
Year of publication:
1910
Scope:
174 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Teil II. Persien und seine Nachbargebiete Afghanistan-Belutschistan
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete
  • Title page
  • Contents
  • Teil I. Marokko und seine Nachbargebiete: Algerien Tunesien Spanisch-Nordafrika
  • Teil II. Persien und seine Nachbargebiete Afghanistan-Belutschistan
  • Teil III. Tabellarium Kalender und Zeitvergleichung Vergleichende und Umrechnungs-Tabellen. Anhang Die Islamische Welt

Full text

119 Die bedeutenderen Gewerbezweige Persiens. 120° 
Hamadan für Rindleder gebräuchliche Gerbverfahren und fest aneinander gepressten, schliesslich sohlen- 
ist folgendes: förmig geschnittenen Zeugabfällen besteht. Diese ausser- 
Die Häute werden an der Sonne völlig getrocknet ordentlich zweckmässigen, dem heissen, trockenen 
und dann, nachdem sie zwei Tage in Salzwasser ein- Klima, welches die Fusshaut leicht brennen lässt, an- 
geweicht sind, in eine Gerstenmehllauge zum Lockern gepassten Schuhe, lassen ledernes Schuhzeug vollkommen 
der Haarzellen für etwa 8 Tage getan, hierauf wird zurücktreten und nur für die kalte Jahreszeit oder nasse 
die Fleisch- und Haarseite abgeschabt und die Felle Witterung zur Benutzung kommen. 
werden in die zweite Salzlauge gebracht, wo sie etwa Es muss hierbei eingeschaltet werden, dass der 
2 bis 3 Tage verbleiben. Nachdem sie dann glücklich bessere Perser in den Städten und besonders den Hafen- 
ausgewaschen sind, kommen sie auf eine Woche in eine plätzen, namentlich wenn er sich in der Oeffentlichkeit 
Galläpfellauge. Dann werden sie getrocknet, mit zeigt, ledernes Schuhwerk in europäischer Form zu 
heissem Talg getränkt und wiederum im Freien ge- tragen vorzieht. 
trocknet. Schliesslich werden die Felle noch einmal ins 
Wasser gelegt und gestampft. Man lässt sie dann ; = : Z : i 
halbtrocken werden, spaltet sie und färbt bei den Die Gold- u. Silber Vorarbeit MS u. SONS 
meisten Fellen die Haarseite gelblichbraun. Nach einer Metall-Industrie, 
nochmaligen Wäsche wird das Leder dann getrocknet Die Gold- und Silberschmiedekunst 
und mit einem polierten Stein geglättet. Büffelhäute Persiens hat ebenfalls in den letzten Jahren einen ganz 
werden, mit Ausnahme der Färbung, auf die gleiche bedeutenden Rückgang aufzuweisen. Während 
Weise verarbeitet. Früher, wie man noch jetzt an alten Geschmeiden be- 
In grossem Umfange werden auch in Hamadan wundern kann, dieses Gewerbe auf einer hohen Ent- 
bessere Sorten Saffianleder, die meistens gelb, wicklungsstufe angelangt war, zeigen die Erzeugnisse 
grün oder rot gefärbt werden, hergestellt. Sie werden der Goldschmiedekunst im allgemeinen heute Stillosig- 
weit ins Land hinein, ja bis nach Turkistan usw., ver- keit und ungefällige Formen. 
schickt. Da infolge der Gewohnheit des Landes Messer 
Die früher bedeutende Ausfuhr von Lammfellen ist und Gabel zum Speisen nicht nötig sind, fällt ein 
seit Anfang 1909 endgültig und strengstens verboten. grosser Teil der bei uns üblichen Gold- und Silber- 
Die lederverarbeitenden Gewerbe waren fort. Nur kleine Löffel aus Gold und Silber 
sind in Persien überaus zahlreich. Dies hängt mit dem für Tee, Fruchtmus usw. werden von den Reichen 
relativ grossen Bedarf an Riemenzeug und ähnlichen benutzt. Die Masse der Gold- und Silberwaren besteht 
Gegenständen zusammen. Da der Verkehr ausschliess- aus Schmuckgegenständen für Männer und Frauen, 
lich, soweit er nicht durch Fussmärsche bewerkstelligt sowie in besonders grossem Umfang aus Talismanen, 
wird, auf den Tiertransport angewiesen ist, stellt sich Amuletten, Pilgerandenken usw. Auf dem Lande werden 
der Verbrauch von Sattelzeug, Riemenzeug für die Last- fast nur Silberringe und meistens Silberschmuckgegen- 
und Reittiere ziemlich hoch. 8 stände des geringen Wohlstandes der Bevölkerung 
In grosser Anzahl werden auch kleine Beutelchen, wegen getragen, wie der Perser selbst Silber für sich 
Pistolen- und Gewehrfutterale usw. angefertigt. bevorzugt. Gold tragen im allgemeinen nur die Frauen 
E " n als Kopfputz, Armbänder und Fussringe. Sehr ver- 
Die Fußbekleidungs-Industrie. breitet ist das Tragen von Amuletten. Zu Ringen be- 
Auffallend gering ist in vielen Gegenden der Leder- nutzt man sehr viel die in Persien gefundenen Tür- 
schuh bezw. -Stiefel vertreten und mit Ausnahme der ki sen, die meist in Silber A jour gefasst werden. In 
Städte, wo zum Teile recht elegantes, auch euro- grossem Umfange verwendet man zu deren Fassung 
päisches Schuhwerk gefertigt wird, und namentlich auch Bronze, und. zwar werden besonders diese 
im Norden, wo schweres Rindleder zu ganz hacken- Bronzeringe ausserordentlich hoch ä jour gefasst. 
losem groben Schuhwerk Verwendung findet, wird von Neben Türkisen kommen Rubinen, weniger Smaragden, 
der grossen Masse des Volkes, wenigstens während und ziemlich selten Diamanten zur Verwendung. Der 
der langen Trockenzeit, eine ebenso eigenartige, wie Wohlstand ist dort im allgemeinen viel zu gering, um 
praktische Fussbekleidung aus Zeug verwendet, die auf kostbare, schwer veräusserbare Juwelen anzukaufen. 
Reisen und im häuslichen Gebrauche vielfach auch von Man liebt es, ganz aus Silber oder Gold gefertigte 
Europäern benutzt wird. Es sind dies Pan- Schmuckgegenstände zu erstehen, die zu ihrem Metall- 
toffel, deren Blatt und Oberteil aus einem aus werte dann augenblicklich veräusserbar sind. 
Baumwolle, zäh und doch elastisch gewirkten, halt- Im allgemeinen hat aber das persische Gewerbe 
baren Stoff gefertigt ist, und deren Sohle aus zum durch die Europäer bisher merkwürdig wenig 
Boden senkrechtstehenden, quer zur Fussrichtung an- Konkurrenz erhalten. Erst seit einigen Jahren nimmt 
geordneten, auf Drähten oder Bindfaden aufgereihten auf den Bazaren im Nordwesten Persiens, also haupt-
	        

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Handbuch Über Die Wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos Und Persiens, Sowie Ihrer Nachbargebiete. Gea Verl., 1910.
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