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Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen

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Bibliographic data

fullscreen: Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen

Monograph

Identifikator:
1689561912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101785
Document type:
Monograph
Author:
Below, Georg von http://d-nb.info/gnd/118658085
Title:
Probleme der Wirtschaftsgeschichte
Edition:
2., photomechanisch gedr. und durch ein ausführliches Vorw. erg. Aufl
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr
Year of publication:
1926
Scope:
XXIV, 710 S
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VII. Die Entstehung des modernen Kapitalismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung: Die Gebietsveränderungen und ihre wirtschaftlichen Folgen
  • Teil I. Produktion und Absatz
  • Teil II. Betriebsergebnisse und öffentliche Lasten
  • Teil III. Vermögen und Verschuldung
  • Teil IV. Abhilfemaßnahmen
  • Schlußbemerkung

Full text

a8 für Ostpreußen sehr viel schwerer sein, Anleihen zu erhalten, als für alle 
anderen Provinzen, deren finanzielle Leistungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit 
nicht durch die Abtrennung vom Reiche so stark herabgesetzt ist. Andererseits 
ist gerade für Ostpreußen die schnelle Anpassung seiner Straßen an den Kraft- 
wagenverkehr eine Lebensfrage, da der Kraftwagen in einem dünn bevölkerten, 
vorwiegend landwirtschaftlichen Gebiet mit einem weitmaschigen Eisenbahnnetz 
eines der besten Hilfsmittel für die Erhaltung; der gefährdeten Wettbewerbsfähig- 
keit und für die Beschleunigung der wirtschaftlichen Entwicklung bildet. Somit 
muß gerade hier alles geschehen, um den Kraftwagenverkehr zu erleichtern und 
auch die entlegensten Teile der Provinz für Kraftwagen zugänglich zu machen. 
Die große Bedeutung, die hiernach in Ostpreußen dem Straßenwesen zukommt 
und hier. noch durch Gründe der Landesverteidigung mehr wie in anderen Teilen 
des Reichs verstärkt wird, zwingt dazu, wesentlich größere Mittel als bisher für 
die Unterhaltung der Straßen und ihren Ausbau zur Anpassung an den Kraft- 
wagenverkehr verfügbar zu machen. Provinz und Kreise haben indessen ihre 
Finanzkraft für das Straßenwesen bereits so weit angespannt, wie es nur irgend- 
möglich war. Höhere Summen als bisher können in Ostpreußen für die Unter- 
haltung und den Ausbau der Straßen keinesfalls aufgebracht werden, da die Be- 
völkerung Ostpreußens die geringste finanzielle Leistungsfähigkeit, verglichen mit 
der aller anderen preußischen Provinzen sowie aller deutschen Länder, aufweist und 
trotzdem die Provinz Ostpreußen schon jetzt die im Verhältnis zur Leistungs- 
fähigkeit höchsten Provinzialabgaben innerhalb Preußens erhebt. Sollen daher die 
Provinzialstraßen auch in Ostpreußen den neuzeitlichen Anforderungen des Kraft- 
wagenverkehrs angepaßt werden, was unbedingt nötig ist, damit diese Provinz in 
ihren Verkehrsverhältnissen nicht weit unter den Stand der anderen Provinzen 
herabsinkt, so muß Ostpreußen außer seinem schlüsselmäßigen Anteil am Ertrage 
der Kraftfahrzeugsteuer, der fast nur für die durch den Kraftwagenverkehr ganz 
bedeutend verteuerte, vermehrte Unterhaltung der Provinzialstraßen ausreicht, 
noch eine Sonderzuweisung — ein Voraus — aus dieser Einnahmequelle erhalten, 
um den notwendigen Ausbau der Straßen mit neuzeitlichen Bauweisen durchführen 
zu können. 
Die erwähnten ungünstigen natürlichen Vorbedingungen und die geschilderte 
geschichtliche Entwicklung haben dazu geführt, daß das Straßennetz der Provinz 
Ostpreußen in seiner Länge hinter dem der übrigen preußischen Provinzen stark 
zurückgeblieben ist. Ostpreußen besitzt insgesamt (Provinzial- und Kreisstraßen) 
pur rund 10000 km Straßen mit kunstgerecht befestigter Steinbahn. Soll das 
ostpreußische Straßennetz eine gleiche Engmaschigkeit erlangen, wie sie im Durch- 
schnitt der preußischen Provinzen bereits vorhanden ist, so müssen in Ostpreußen 
noch weitere 6000 km Kunststraßen gebaut werden; das Straßennetz ist also um 
50 % seines Bestandes zu vermehren. Diese bedeutende Vermehrung ist naturgemäß 
nur in einem längeren Zeitraume möglich. Soll sie in den 30 Jahren von 1930 
bis 1959 zur Durchführung gelungen, so müssen jährlich 200 km neue Kunst- 
straßen gebaut werden. Es würde dann Ostpreußen erst im Jahre 1960 ein ebenso 
engmaschiges Kunststraßennetz besitzen, wie es in den Provinzen Niederschlesien 
und Sachsen schon ein Menschenalter früher bestand. Da die Straßen der anderen 
Provinzen bis zum Jahre 1960 ebenfalls wieder stark vermehrt sein werden, wird 
Ostpreußen trotzdem auch im Jahre 1960 immer noch erheblich unter dem dann 
erreichten Durchschnitt in der Engmaschigkeit des übrigen preußischen Straßen- 
netzes zurückstehen. 
Die Vermehrung der Straßen um 6000 km ist um so dringlicher, als Ost- 
vreußen auch in seiner Ausstattung mit Eisenbahnen weit unter dem Durchschnitt
	        

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Anfangsgründe Der Volkswirtschaftslehre. H. Meyer’s Buchdruckerei, Abteilung Verlag, 1925.
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