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Neuzeitliche Krüppelfürsorge

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Bibliographic data

fullscreen: Neuzeitliche Krüppelfürsorge

Monograph

Identifikator:
1689945052
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102705
Document type:
Monograph
Title:
Neuzeitliche Krüppelfürsorge
Place of publication:
Münster i./W.
Publisher:
Aschendorff
Year of publication:
1926
Scope:
139 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erziehung und Berufsausbildung der jugendlichen Krüppel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Neuzeitliche Krüppelfürsorge
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeines und Geschichtliches zur Krüppelfürsorge von Univ-Prof. Dr. Weber, Münster i. Westf.
  • Die Krüppelfürsorge in der Provinz Westfalen
  • Krüppelfürsorge und Gesetzgebung
  • Über das Krüppeltum, seine Ursachen, Verhütung und Behandlung
  • Die Aufgaben und die Tätigkeit der Krüppelfürsorgestellen unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse des Industriebezirkes
  • Vorbeugung des Krüppeltums, Überwachung des Heilverfahrens und Entlastung der Krüppelfürsorge
  • Ambulante Krüppelfürsorge als Aufgabe der Bezirksfürsorgeverbände
  • Erziehung und Berufsausbildung der jugendlichen Krüppel
  • Die Lehrlinge im Krüppelheim und die modere Berufsschule
  • Nachgehende Fürsorge und Arbeitsbeschaffung für Krüppel
  • Welche Krüppel gehören in ein Krüppelhem, welche in ein Siechenheim?
  • Psychiatrie und Krüppelfürsorge
  • Das orthopädische Schulturnen als Mittel zur Bekämpfung der Rückenschwäche und Wirbelsäulenverbiegungen
  • Die wichtigste Literatur über das Krüppelwesen

Full text

91 
Rrüppeln, die erst nach der Schulentlassung zu uns kommen, eine so0- 
fortige Entscheidung, welchem Beruf sie zugeführt werden sollen, ver- 
hältnismäßig schwer ist. Bei ihnen kommt eine eventuelle Umschulung 
in eine andere Werkstatt häufiger vor, wenn sie sich für den zuerst ge- 
wählten Beruf nicht eignen. Die lettte Entscheidung hierüber liegt 
t. dem Handwerksmeister gleichzeitig bei dem Erzieher und dem 
rzte. 
Die Notwendigkeit der Einrichtung besonderer Werkstätten für die 
Krüppel ergab sich vor allem daraus, daß es für einen im täglichen 
Leben stehenden Krüppel außerordentlich schwer ist, einen geeigneten 
Lehrwerkmeister zu finden, der sowohl die notwendige Geduld und 
Liebe, als auch die Begabung hat, den körperlich oft sehr Behinderten 
in einem. Handwerk auszubilden. Nur zu häufig wurde der Krüppel 
schon nach wenigen Wochen wieder wegen Unfähigkeit entlassen und 
kam bei nicht genügender Beaufsichtigung ans Bummeln. 
_ Aus diesem Grunde haben die einzelnen Krüppelheime bereits seit 
einer Reihe von Jahrzehnten mit großen Geldopfern Lehrwerkstätten 
eingerichtet. Es ist ein vielverbreiteter Irrtum, daß diese Lehrwerk- 
stätten eine für die Anstalt gewinnbringende Einrichtung seien, da dort 
mit billigen Hilfskräften gearbeitet werde. Das Gegenteil ist richtig. 
Die ausbildenden Handwerksmeister müssen ebenso in ihrem Fach 
gründlich ausgebildet sein, als auch pädagogisches Geschick und viel 
Liebe und Verständnis für die meist sehr ungeschickten Krüppel besitzen. 
Ein großer Teil ihrer Zeit geht dadurch verloren, daß sie mit immer 
erneuter Geduld die Krüppel anlernen, die viel Material verderben, 
ehe sie das erste brauchbare Stück zustande gebracht haben. Umgekehrt 
muß dem Krüppellehrling vom ersten Tage des Eintritts in die Werk- 
stätte der Gedanke eingeimpft werden, daß er mit aller Anspannung 
das Ziel erstreben muß, möglichst volle Erwerbsbefähigung zu er- 
langen und ein brauchbares Glied der menschlichen Gesellschaft zu 
werden, das nicht mehr wie seine früheren Leidensgefährten auf die 
Armenverwaltung angewiesen ist. 
Wichtig ist es, bei der Ausbildung der Krüppel 3 Klassen zu 
unterscheiden, nämlich 1. solche, die zur Erreichung der vollen Er- 
werbsbefähigung kommen und nach Ablegung der Gesellenprüfung die 
Anstalt verlassen können; 2. solche, die nur eine teilweise Erwerbs- 
befähigung erlangen, aber immerhin soweit gefördert werden können, 
daß sie etwa in Heimarbeit einen Teil ihres Lebensunterhaltes er- 
werben; 3. sieche Krüppel, die nicht zur Erwerbsbefähigung gebracht 
werden können, sondern nur mit leichten Arbeiten beschäftigt werden. 
Letztere dürfen schon um der anderen Pfleglinge willen nicht in den 
kegulären Werkstätten untergebracht werden, sondern in besonderen 
Siechenabteilungen, wo sie unter Anleitung eines geschickten älteren
	        

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Neuzeitliche Krüppelfürsorge. Aschendorff, 1926.
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