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Lebenserinnerungen

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Bibliographic data

Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
1011918013
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-21195
Document type:
Monograph
Author:
Eucken, Rudolf http://d-nb.info/gnd/118682555
Title:
Lebenserinnerungen
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von K. F. Koehler
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (V, 127 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

»Kaiser-Wilhelm-Kanal. Panamakanal. 
959 ää 
Tie Schiffsabmessungen hatten sprungweise und in ungeahntem Maße zugenommen, 
und cs scheint so, als ob diese Entwicklung bei weitem noch nicht ihr Ende erreicht hat. 
Schon seit einigen Jahren können die größten Handelsschiffe den Kaiser-Wilhelm-Kanal 
nicht mehr befahren, und, was im Sinne der Wehrhaftigkeit des Deutschen Reiches erheb 
lich bedenklicher ist: auch die neueren Linienschiffe und die großen Kreuzer können durch 
den alten Kanal und seine Schleusen nicht mehr hindurchkommen. 
Auf Grund eines Gesetzes von 1907 wurden daher Verbesserungen der Kanallinie 
geschaffen. Von größeren Änderungen ist der Durchstich bei Rade und die Geradelegung 
der Strecke zwischen Levensau und Holtenau mit Hilfe zweier Durchstiche zu nennen. Die 
neue Kanalmittellinie wird erheblich flachere Krümmungen als der jetzige Kanal aufweisen. 
Radien unter 1800 in wird der Kanal künftighin nicht mehr kennen. 
Das neue Kanalnormalprofil soll 44 m Sohlenbreite bei 11 in Wassertiefe unter ge 
wöhnlichem Kanalwasserstande und 102 in Wasserspiegelbreite bei diesem Wasserstande 
haben: dadurch vergrößert sich der Wasserquerschnitt auf 825 qm. Tie neue Sohle wird 
doppelt so breit wie die bisherige und der neue Wasserquerschnitt auch doppelt so groß 
sein, während die Tiefe um 2 m erhöht wird. 
Unter allen Seekanälen der letzten Jahre aber hat kein andrer ebenso oft und an 
haltend die Gemüter der Kulturwelt beschäftigt wie der seiner Vollendung entgegengehende 
Panamakanal. Das traurige Schicksal des alten Lessepsschcn Unternehmens wurde be 
reits auf S. 515 erörtert. Seit der Jahrhundertwende ist nun die Angelegenheit in ein 
neues Stadium getreten, das entschieden als aussichtsreicher bezeichnet werden muß, obwohl 
sich nicht verhehlen läßt, daß das letzte Wort, ob das Unternehmen wirklich in einer den 
hochfliegenden Erwartungen entsprechenden Weise zu Ende geführt werden kann, noch ganz 
und gar nicht gesprochen worden ist. 
Schon Ende der neunziger Jahre gingen die Vereinigten Staaten daran, das Unter 
nehmen, an dem die französische Gesellschaft verblutet war, als staatliches Werk fortzuführen. 
Zwar war die Unionsregierung England gegenüber durch den Clayton-Bulwer-Vcrtrag 
von 1850 gebunden, wonach keiner von beiden Staaten einen Kanal durch den mittel 
amerikanischen Isthmus als staatliches Unternehmen in Angriff nehmen durfte; aber durch 
den neuen Hay-Pauncefote-Vertrag vom 18. November 1901 erlangte die amerikanische 
Regierung die Aufhebung des älteren Vertrages. 1902 wurde durch die Spooncr-Bill 
die Herstellung des Panamakanals ans Staatskosten zum Gesetz erhoben, im November 1903 
bewirkte der amerikanische Einfluß hinter den Kulissen die Losreißung Panamas von Ko 
lumbien auf revolutionärem Wege und die Schaffung der „selbständigen" Republik Panama, 
am 23. April 1904 kaufte die Unionsregierung den Lessepsschen Kanal für 40 Millionen 
Dollar an, und am 4. Mai 1904 übernahm sie den Kanal, nachdem einige Wochen 
zuvor durch Vertrag (vom 18. November 1903) mit der neuen Republik Panama der 
künftige Kanal nebst einem je 10 Meilen breiten Landstreifeu auf seinen beiden Ufern 
territoriales Eigentum der Vereinigten Staaten geworden war. 
Die französische Gesellschaft hatte die Schaffung eines Niveaukanals geplant, der 
73 lern lang und 8i/z in tief sein sollte bei 40 m Spiegel- und 22 m Sohlenbreite. 1887, 
als die Ausgaben für den Kanal schon eine beängstigende Höhe erreicht hatten, war man 
dann, wie erwähnt, zum Schleusenkanal übergegangen, doch der Zusammenbruch der Gesell 
schaft ließ die Arbeiten nicht viel weiter gedeihen. Die Amerikaner entschieden sich, nach 
langem Hin und Her, für einen Schleusenkanal, und als solcher wird er denn nun 
auch tatsächlich gebaut, wobei Oberst Goethals die Leitung des Baues in Händen hat. 
Der Kanal beginnt bei Colon und läuft zunächst durch die Limonbucht nach Mindi. 
Hier beginnt der erste Durchbruch nach Gatun, es schließt sich ein großes, 22 englische 
Meilen langes Staubecken an, dessen Ende bei Obispo liegt. Dann folgt der zweite, er 
heblich größere Durchstich, der sogenannte „Culebraeinschnitt". 
Dieser 10 Meilen lange Durchstich geht über die Wasserscheide hinweg und endet in 
Paraiso, wo ein zweites kleineres, bis La Boca reichendes Staubecken beginnt. Der Kanal
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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