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Das wahre Wesen und die wahren Aufgaben der Arbeitslosenversicherung und produktiven Arbeitslosenfürsorge

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Bibliographic data

fullscreen: Das wahre Wesen und die wahren Aufgaben der Arbeitslosenversicherung und produktiven Arbeitslosenfürsorge

Monograph

Identifikator:
1735159816
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-109196
Document type:
Monograph
Author:
Lukas, Eduard http://d-nb.info/gnd/11731532X
Title:
Das wahre Wesen und die wahren Aufgaben der Arbeitslosenversicherung und produktiven Arbeitslosenfürsorge
Place of publication:
Graz
Publisher:
Leuschner & Lubensky
Year of publication:
1926
Scope:
63 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Arbeitslosigkeit als chronischer Zustand
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das wahre Wesen und die wahren Aufgaben der Arbeitslosenversicherung und produktiven Arbeitslosenfürsorge
  • Title page
  • Contents
  • I. Arbeitslosigkeit als chronischer Zustand
  • II. Wesen und Wirkungen der Arbeitslosenversicherung
  • III. Aufgaben einer produktiven Arbeitslosenfürsorge

Full text

Bei welchem Lohnsatze wird in unserem Beispiel die 
Aufnahmsfähigkeit des Produktmarktes auf */3 O gestiegen 
sein? 
Da wir mit einer Normalnachfrage von an sich stets 
gleichem Werte rechneten, wird die Nachfrage */3 O einem 
Preise von °/,y: entsprechen, was übrigens auch aus Fis. 1 
hervorgeht.) Dieser Preis von ?,y müßte also durch Ver- 
billigung der Kosten des Arbeitslohnes erreicht werden bezw. 
es müßte daher der Lohnsatz von '/2 y auf */4 y herabgedrückt 
werden. Da die übrigen Kosten pro Produkt '/»y betrugen 
und dieselben bleiben, würden bei dem neuen Lohnsatze 
lediglich ',y Arbeitskosten pro Arbeitstag bezw. pro Her- 
Der Beweis, daß die obige Frage auf die Dauer nicht diskutabel 
sein kann, läßt sich sehr kurz auch auf andere Weise führen, als Conrad 
dies tut, u. zw. auf der Basis einer von der Dazwischenkunft des Tausch- 
mittels Geld abstrahierenden (gewissermaßen geldfreien) Betrachtungs- 
weise der Wert- und Einkommensbildung (Methode der unmittelbaren 
Bezogenheit der Produktionsfaktoren aufeinander), die der Verfasser in 
seinem bereits erwähnten Aufsatze „Ricardo und Cassel“ in Anwendung 
brachte. 
Eine solche 1äßt ohneweiters erkennen, daß eine Erhöhung des Er- 
trages einfacher Arbeit, also z. B. eine Lohnerhöhung bei gleichbleibendem 
inneren Geldwerte und gleichbleibenden sonstigen Grundlagen des Wirt- 
schaftslebens unter allen Umständen gleichbedeutend ist mit einer Ver- 
schiebung des verhältnismäßigen realen Erfrages einfacher Arbeit 
gegenübei den anderen Ertragsarten in der Wirtschaft, auf deren Kosten 
sie notgedrungen gehen muß. (Tut sie das nicht, so setzt das eine gleich- 
geartete Erhöhung der nominellen Höhe auch der übrigen Einkommens- 
arten voraus, die bei gleichgebliebenem Produktionsergebnis der Wirtschaft 
lediglich auf eine Bewegung des inneren Geldwertes hinausläuft, ohne daß 
sich in den realen Beziehungen der Wirtschaft und an der verhältnis- 
mäßigen Höhe des realen Arbeitslohnes etwas geändert hat. Eine solche 
Geldwertbewegung würde dann eingeleitet werden, wenn die Kosten einer 
solchen Lohnerhöhung im Wege der Schaffung zusätzlicher Kaufkraft auf- 
gebracht würden. Vergl. übrigens hierzu des Verfassers Bemerkungen in 
„Ricardo und Cassel“, S. 395). Da sich die Nachfrage nur ihrer Herkunft 
nach verschieben kann, verändert sich der Nachfragewert keineswegs, ver- 
mag aber infolge der durch die Lohnerhöhung notwendig gewordenen Preis- 
erhöhung eben nur mehr einen Teil der früheren Menge des Angebotes 
aufzunehmen bezw. zu kaufen. 
Wir dürfen also unter den Voraussetzungen unseres Beispieles still- 
schweisend mit einem gleichbleibenden Nachfragewert rechnen. 
10) Im Falle eines bestimmten einzelnen Produktmarktes vermag natur- 
gemäß die spezielle Bedeutung, die der Konsum dem betreffenden Pro- 
dukte zuerkennt, schon zu einem höheren oder erst zu einem niedrigeren 
Preise als dem von 3/4 y den Umsatz von */3 O herbeizuführen. Doch tut 
das Mehr oder Weniger in diesem Zusammenhange nichts zur Sache. Versl. 
im übrigen die Ausführungen oben S. 13. 
18
	        

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Tarifvertrag Für Die Kaufmännischen Angestellten in Den Berliner Buchbindereien. Paul, 1929.
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