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Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Bibliographic data

Object: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Monograph

Identifikator:
1738045803
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-113913
Document type:
Monograph
Title:
Grundteilungsgesetz
Place of publication:
[Berlin]
Year of publication:
1914
Scope:
getr. Pag
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Nr 035 A / Grundteilungsgesetz / Vorläufig festgestellter Bericht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

178 
Erstes Buch. Land, Leute und Technik. 
gewordenen Völkern der Halb- oder Ganzkultur die Tendenz der Expansion sich erhalten; 
da werden, wie durch die Phöniker, die Karthager, die Griechen Handelsfaktoreien und 
bald auch Töchterstädte und-Staaten gegründet, die teilweise die Mutterstadt überflügeln, 
einen großen Bevölkerungsabfluß schaffen. In Griechenland blühte solche Kolonie— 
aussendung und Gründung vom 9. bis 6. Jahrhundert v. Chr.; sie geschah jedesmal 
nach Befragung des delphischen Gottes auf Volksbeschluß und Staatsgesetz hin, mit 
einer Landvermessung und unter Leitung durch die angesehensten, amtlich hiezu bestellten 
Bürger, die sogenannten Oikisten. Nochmals unter Alexander und seinen Nachfolgern 
fand eine Massenauswanderung der Griechen statt; 70 Städte hat allein Alexander 
gegründet und gleichmäßig mit Griechen und Orientalen besetzt; der ganze Orient wurde 
hellenisiert, ähnlich wie später der Occident romanisiert wurde. Auch die römische 
Koloniegründung war Staatssache; es handelte sich zuerst um Militärkolonien von je 
300 Bürgern für italische Hafenstädte, später um die Latinisierung ganzer Gegenden, 
z. B. Oberitaliens, seit der Zeit der Gracchen um Landzuteilungen an Bauernsöhne 
und verarmte Stadtbürger, zuletzt um die Belohnung von Tausenden von Veteranen 
und dann auch um die Ansiedelung von Germanen in entvölkerten Grenzprovinzen. 
Kolonien von 426000 Bürgern kommen vor; Cäsar will 80000 arme hauptstädtische 
Bürger in überseeische Provinzen führen; 12 000 Latiner wurden 187 v. Chr. auf einmal 
aus der Stadt Rom verwiesen; nach der Schlacht von Philippi waren 170 000 Mann 
zu versorgen. Das Söldnerwesen hat im ganzen Altertum wie später im Mittelalter 
eine Rolle im Bevölkerungsabzug gespielt, gewissen Gegenden den UÜberschuß abgenommen, 
anderen die fehlenden kräftigen Elemente zugeführt. 
Die kolonisierende Eroberung der Germanenvölker in den ersten Jahrhunderten 
nach Christi Geburt verwandelte sich später in die innere Kolonisation vom 6. —183. Jahr⸗ 
hundert, in die Städte- und Dorfgründung, in das Vordringen nach Osten ins Slaven— 
land, in die Gründung der Handelsfaktoreien im Mittelmeere und in den nordischen 
Gebieten. Auch die Kreuzzüge gehören in diesen Zusammenhang; sie sollen Millionen 
Menschen weggeführt haben. Aber teils schon vom 12.—-183., teils vom 15. und 
16. Jahrhundert an hörte diese Ausdehnungsbewegung auf. Die Entdeckung der neuen 
Welt, so großartig sie war, so rasch sie zu Niederlassungen, Handelsfaktoreien und den 
spanischen, portugiesischen und holländischen Reichen in Ost- und Westindien führte, 
erzeugte doch lange keinen größeren Menschenabfluß aus Europa; sie hob die fast vor— 
handene Unbeweglichkeit der europäischen Menschheit von 1300 — 1700 gar nicht, von 
1700 - 1800 nur wenig auf. 
) In den größer gewordenen europäischen Staaten, die vom 15.-19. Jahr-— 
hundert eifersüchtig, gedrängt nebeneinander lagen, verbot man meist die Auswanderung; 
die Loslösung aus der Heimat war schwierig; die Mehrzahl der Menschen war an die 
Scholle gefesselt; die Neugründung von Niederlassungen war kaum mehr irgendwo 
möglich; nur vereinzelt trieb kirchliche Unduldsamkeit, wie in Spanien, Frankreich und 
Osterreich, Scharen der besten Bürger weg. Die neuen Kolonien jenseit der Meere sah 
man als einen Gegenstand der kaufmännischen Ausbeutung, der politischen Herrschaft 
und der Christianisierung, nicht als zu besiedelnde, den Menschenüberschuß aufnehmende 
Gebiete an. Nur langsam begann im 17.-18. Jahrhundert in den Neuenglandstaaten 
eine europäische Ackerbaukolonisation. Erst in unserem Jahrhundert hat die moderne 
Technik, die Ausdehnung der europäischen Herrschaft, die Umbildung des Völker- und 
Staatsrechtes und das große Wachstum der europäischen Bevölkerung den Wanderungen 
wieder eine lange Zeit hindurch ungekannte Bedeutung gegeben. 
Das sie von allen früheren Zeiten unterscheidende Merkmal dieser modernen 
Wanderungen ist, daß sie zum großen Teile von den einzelnen Individuen und 
Familien ausgehen, daß neben politischen und religiösen Stimmungen in erster Linie 
wirtschaftliche Motive der Wandernden und Erwerbsabsichten derer, welche sie befördern, 
welche ihre Arbeit begehren, an sie Grundstücke verkaufen wollen, das ganze Getriebe 
derselben in Bewegung setzen. Große Compagnien und Handelsgesellschaften haben dabei 
stets eine Rolle Fespielt. Die Regierungen selbst aber, die Organe der Gesamtheit,
	        

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Begriff. Psychologische Und Sittliche Grundlage. Literatur Und Methode. Land, Leute Und Technik. Die Gesellschaftliche Verfassung Der Volkswirtschaft. Duncker & Humblot, 1901.
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