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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

8 29. Die Natur der Rente. :9 
lich je größer die relative Bedeutung der Unterhaltungs- und Erneue- 
rungskosten ist, außerdem natürlich auch je stabiler die Technik und 
deshalb die Produktionskosten sind. Betrachten wir z. B. die Gebäude, 
die der landwirtschaftlichen Produktion dienen, so werden wir alle diese 
Momente ziemlich stark hervortretend finden. Die neue Kapitalinvestie- 
rung in solchen Gebäuden findet, wenn wir eine größere Tauschwirt- 
schaft betrachten, kontinuierlich statt, und der Nettoertrag, der aus 
diesem Realkapital gewonnen wird, hat deshalb wesentlich den Charakter 
eines Zinses. Wird der Zins des nötigen Kapitals nicht gedeckt, muß 
der Vorrat sehr bald vermindert werden oder wenigstens hinter einem 
steigenden Bedarf zurückbleiben. Die Zeit, die die Produktion selbst 
erfordert, spielt hier eine sehr untergeordnete Rolle, da Gebäude der 
betreffenden Art meistens in einigen wenigen Monaten, ja sogar 
Wochen hergestellt werden können. Das Angebot kann also einer 
steigenden Nachfrage so rasch folgen, daß eine Rente, von welcher man 
doch eine gewisse Dauerhaftigkeit fordert, sich kaum ausbilden kann. 
Etwas mehr vom Charakter einer reinen Rente hat der Ertrag aus 
Bodenverbesserungen, wie z. B. Drainierung, wo die Dauer groß ist und 
also Erneuerungs- und Unterhaltungsarbeiten weniger oft vorkommen. 
Gewisse Verbesserungen erfordern wohl auch zuweilen für ihre Durch- 
führung eine so lange Zeit, daß das Angebot vorübergehend hinter der 
Nachfrage zurückbleiben und also ein gewissermaßen rentenartiges Ein- 
kommen entstehen kann. 
Man findet aber, daß der Umstand, daß die Produktion Zeit be- 
ansprucht, im allgemeinen für die Rentenbildung von untergeordneter 
Bedeutung ist. Auch wo er zufälligerweise zur Schaffung eines renten- 
artigen Einkommens beiträgt, ist dieses meistens von zu kurzer Dauer, 
um als Rente gelten zu können. Die Produktion von festem Realkapital 
erfordert eben unter modernen Verhältnissen meistens nur eine kurze 
Zeit. Die wichtigsten Ausnahmen bilden Eisenbahnen, Wasserwerke 
und ähnliche Anlagen, aber auch für diese ist die Produktionszeit meistens 
nicht so lang, daß sie eine mehr als ganz vorübergehende Renten- 
bildung für schon bestehende Anlagen gleicher Art erlaubt. Die anderen 
oben angegebenen Momente sind meistens für den Rentencharakter 
des Ertrags des festen Realkapitals ausschlaggebend DM Pant Ha 
1) Die ganz überwiegende Bedeutung, die Marshall der Unterscheidung zwi- 
schen kurzen und langen Perioden für die Bildung von rentenartigen Einkommen 
zuschreibt, scheint unter solchen Verhältnissen kaum gerechtfertigt. Daß eine Auf- 
teilung des Realkapitals, je nachdem das Angebot desselben sich in einer Periode 
„mittlerer Länge‘“ der Nachfrage anzupassen vermag oder nicht, der tiefsten und 
wichtigsten Scheidelinie der ökonomischen Theorie entsprechen soll, ja daß der 
Umstand, daß das englische System von Landpacht angeblich nach dieser Linie 
die Verpflichtungen des Grundherrn und des Pächters verteilt, die Erklärung zur 
Überlegenheit der britischen ökonomischen Theorie ist, muß wohl doch als eine 
leichte Übertreibung aufgefaßt werden. (Vgl. Principles, Book VI, Ch. IX, 8 5.) 
24*
	        

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Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
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