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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

838. Das Angebot v. Arbeit als bestimmt d. d. Arbeitsangebot pro Arbeiter. 327 
in den stillen Perioden der Saisonberufe, wird eine solche Teilung der 
erminderten Beschäftigung häufig mit Vorteil durchgeführt. Als nor- 
nales Mittel gegen Arbeitslosigkeit ist die Methode sehr gefährlich, da 
je eine unnötig große Menge Arbeiter innerhalb eines Berufs behält, 
nd dieselben sämtlich in einen Zustand von chronischer Unterbeschäf- 
igung und entsprechend herabgedrückter Lebensführung versetzt. 
Untersuchen wir jetzt, welche Wirkung der Arbeitslohn selbst auf 
das individuelle Arbeitsangebot haben mag. Für diejenige Theorie, die 
im Arbeitslohn prinzipiell einen Preis sehen will, der bezahlt werden 
muß, damit eine bestimmte Menge von Arbeit geleistet werden kann, 
und die also den Arbeitslohn begrifflich als ein dem Opfer der Arbeits- 
leistung entsprechendes Kostenelement auffaßt, erhält die Abhängigkeit 
der individuellen Arbeitsleistung vom Arbeitslohn eine Stellung im ersten 
Plane, die ihr die Wirklichkeit gar nicht zuweist. Was zunächst die täg- 
iche Arbeitszeit betrifft, so geht schon aus dem oben Gesagten hervor, 
daß sie wesentlich durch andere Faktoren als den Lohn bestimmt ist. 
edenfalls kann keine Rede davon sein, daß ein steigender Lohn zu einer 
Verlängerung der täglichen Arbeitszeit aufmuntert. Im Gegenteil können 
ir als normalen Zug der Entwicklung feststellen, daß mit steigendem 
Arbeitslohn die Ansprüche auf Verkürzung der Arbeitszeit immer stärker 
ervortreten und sich auch durchzusetzen vermögen. Die sogenannte 
„Unannehmlichkeitstheorie‘“ (‚„disutility theory‘), nach welcher der 
Arbeitslohn eben die Unannehmlichkeit der letzten Verlängerung des 
Arbeitstages decken soll und durch diese Bedingung bestimmt wird, 
erscheint als eine ziemlich inhaltslose theoretische Konstruktion, be- 
sonders angesichts der Tatsache, daß der einzelne, der doch allein eine 
irkliche Empfindung dieser Unannehmlichkeit haben kann, wie oben 
gesagt, praktisch keinen Einfluß auf seine tägliche Arbeitszeit hat. 
- Die Qualität der dargebotenen Arbeit steht dagegen unzweifelhaft 
in einer gewissen Abhängigkeit vom Arbeitslohn. Die Intensität der 
modernen Arbeit setzt notwendig eine entsprechend hohe Lebenshaltung 
der Arbeiter voraus, und der Arbeitslohn kann gewissermaßen den not- 
endigen Unterhalts- und Betriebskosten der Maschinen gleichgestellt 
erden. Dabei muß jedoch wieder beachtet werden, daß eine Erhöhung 
des Arbeitslohns keineswegs sicher, noch weniger unmittelbar, eine 
Stärkung der Effektivität der Arbeit herbeiführt. Eine solche Wirkung 
des höheren Arbeitslohns ist vielmehr wesentlich von anderen Voraus- 
setzungen mit bedingt, die sich auf den Volkscharakter, das Erziehungs- 
esen, die allgemeine Konsumtionsrichtung usw. beziehen. Eine Steige- 
rung der Lebensführung des Arbeiters und damit der Effektivität der 
TR ist meistens auch nur das Ergebnis einer langsamen Entwicke- 
ung, läßt sich nicht einfach mit einer Erhöhung des Arbeitslohns 
kaufen. Der sozialpolitische Wert einer Lohnsteigerung scheint in hohen
	        

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Statistical Manual. New York Real Estate Securities Exchange, 1930.
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