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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

werker sich darauf legten!). Günstig war auch die absolute 
Freiheit der Produktion, die zuerst nicht zu hoch 
besteuert war; erst in späterer Zeit machte sich die Belastung 
fühlbarer. Die Besteuerung des Trunkes erfolgte beim Einkauf 
durch den Verzapfer oder Kleinhändler; die Erzeugung und der 
Handel waren frei, die Ausfuhrabgabe nur gering (1725: 1?! /,11. per 
Oxhoft von etwa 21/, Hektoliter)?). Außerdem bestanden sehr gute 
Exportmöglichkeiten; schon Ende des 17. Jahrhunderts war ein 
großer Absatz in Deutschland?), England, den Ostseeländern, 
Ost- und Westindien, später auch in Nordamerika. 
Als die Brennerei in Schiedam Aufnahme fand, bestimmte 
die Regierung, daß nur Roggen und Malzmehl verwandt werden 
dürften. Gegen die Verwendung von Buchweizenmehl ergriff man 
schon 1698 Maßregeln. Später wurden mißbräuchlich auch Ro- 
sinen, Pflaumen und andere Früchte verwandt; 1759 wurde ein- 
mal ein Oktroi nachgesucht für die Herstellung von Arak aus 
Weichselkirschen?). Das für die Brennerei benutzte Malz kam 
meist aus England; als während des letzten Krieges mit England 
die Malzmacher Hollands ein Verbot der Malzeinfuhr von dort 
verlangten, widersprachen die Brenner, die als Folge eines solchen 
Schritts ein englisches Verbot der Einfuhr von Genever und Malz- 
wein befürchteten und meinten, englisches Malz werde doch über 
Ostende hereinkommen. Auch die Schiedamer Malzmacher forderten 
1782 die Abschaffung des Eingangszolls auf fremde Gerste, da- 
gegen die Erhöhung der Zölle auf auswärtiges Malz. Letzteres Ge- 
such wurde jedoch abgelehnt und ausdrücklich das Interesse der 
Brenner als das wichtigere bezeichnet®). 
Die Ausfuhr des Schiedamer Branntweins 
nahm meist den. Weg über ‚Rotterdam ‚und 
Amsterdam. Die direkte Ausfuhr von Schiedam war vor 
!') Bijlsma, Rott. Welvaren, S. 107. 
2?) Dobbelaar, a.ja. JO. 
°) In Hamburg wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts Branntwein 
aus Amsterdam und Frankreich eingeführt, ohne daß ersichtlich ist, ob ersterer nie- 
derländischen Ursprungs war (Baasch , Seeschiffahrt und Warenhandel, S. 351 £) 
‘van Riemsdijk, S. 58f. Nach Volkmann, 5. 486 wurde 
der Schiedamer Branntwein meist aus Wachholderbeeren hergestellt; das traf wohl 
nur für den Genever zu. 
5) van Riemsdijk, S. 601. 
126
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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