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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

2 2045 — 
Verbesserung des Münzwesens im Interesse des Handels. Insofern 
die Bank Wechselkontor und später Lehnbank von Handelsgeld 
war, wurde dem Handel durch sie wirklich ein Dienst erwiesen; 
allerdings besaß das Bankgeld nicht die ihm zugeschriebene Wert- 
beständigkeit. Aber schon der Ruf seiner Festigkeit war in den aus- 
ländischen Beziehungen nützlich. Besonders war es dem Handel 
und dem gesamten Wirtschaftsleben förderlich, daß es jedermann 
gestattet war, Handelsmünzen zu prägen, deren Gewicht, Gehalt 
und Stempel feststanden, deren Preisbestimmung jedoch ganz dem 
Handel überlassen blieb. Die holländischen Löwentaler, Reichs- 
taler und goldenen Dukaten genossen überall im Auslande einen 
ausgezeichneten Ruf!). Und wenn auch der Wechsel schon früh- 
zeitig im Verkehr erschien, so wurden wichtige Handelszweige, So 
nach der Ostsee und Ostindien, noch lange Zeit überwiegend mit 
barem Gelde betrieben. Als sehr wichtig erwies sich die Bank- 
zahlung namentlich durch die Ersetzung des Kapitals, das in dem 
Metallgeld umlief. Eine Ersetzung des Metalls als eines Umlaufs- 
geldes durch Ausgabe von Banknoten erfolgte vor der Errichtung 
der ‚Niederländischen Bank‘ von 1814 nicht. Man hegte noch 
eine viel zu große Vorliebe für den Umlauf von Metallen. Sehr 
nützlich wirkten die Kassierer, sie dehnten sich im 18. Jahrhundert 
aus; um 1770/80 gab es ihrer in Amsterdam 54. Bei ihnen wurde 
es allmählich Gebrauch, einen Teil des ihnen anvertrauten Metalls 
zur Eskomptierung von Wechseln oder zu Vorschüssen oder Blanko- 
Krediten zu benutzen. Das war eine sehr nützliche Erweiterung 
ihrer Wirksamkeit, da sie dadurch gleichsam Umlaufsbanken wurden. 
Doch gewannen die Kredit-Zahlungsmittel sowohl. der Wechselbank 
wie der Kassierer nie die Form eines umlaufenden Papiers; sie waren 
stets nur Buchkredite; im Wesen des Zahlungsmittels bestand aber 
kein Unterschied zwischen Buchkredit und umlaufendem Papier. 
Man zog offenbar ersteren vor, weil er weniger Abstoßendes und Ge- 
»r. 1) Vgl. De Koopman, V, 86 f. Auf einen Antrag der Generalmünzmeister 
von 1732, vorläufig die Prägung der silbernen Münzen einzustellen, gingen die 
Generalstaaten nicht ein (van Dillen, Bronnen, S. 369). Die Verbreitung 
der Bezahlung in Löwentalern über Ostindien, die Levante, Cypern, Griechenland, 
Persien, Armenien usw. wird schon 1635 erwähnt (ebenda, S. 77). Die holländischen 
goldenen Dukaten wurden vielfach im Auslande gefälscht; im Jahre 1749 ordneten 
die Generalstaaten auf Drängen der preußischen Regierung die Rändelung der 
Dukaten an (v. Schroetter, II, 62). 
” 
Le
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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