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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

Niederrhein und den Niederlanden; schon wenige Jahre danach, 
1572, wurde diese regelmäßige Fahrt bis nach Se 
gedehnt. Allerdings machte der nun in hellen Flammen a sbrechende 
Krieg in den Niederlanden diesem friedlichen Verkehnbald ‚ein = 
Ende; nach Antwerpen wenigstens wird diese Schiffahrt nic 
mehr unbehelligt gegangen sein. Auch erschwerten die nun von den 
Aufständischen und später den Generalstaaten auf den Binnen- 
gewässern erhobenen Lizenten diesen Verkehr ebenso wie die von 
den Spaniern auf dem Rhein verübten Kapereien. Nichtsdesto- 
weniger hielt Wesel die regelmäßige Fahrt nach Nymwegen so gut 
wie möglich aufrecht; aus den Krahnlisten ergibt sich, daß eine 
Menge niederländischer Waren auf diesem Wege nach Deutsch- 
land befördert wurden. Da die direkte Fahrt zwischen Köln und 
den Niederlanden damals sehr erschwert war, ließ sogar Köln, 
abweichend von seinem sonst so streng gehandhabten Stapelrecht, 
das niederländische oder durch die Niederlande bezogene Salz über 
Wesel kommen. Als Talfracht aber ging über Wesel und Nym- 
wegen der Hauptausfuhrartikel der Rheinlande, der Wein, nach 
den Niederlanden; denselben Weg nahmen die auf der Lippe ver- 
frachteten westfälischen Ausfuhrgüter, Holz, Lohe, Eisen u. a. m. 
Als dann 1586—1590 die Spanier Wesel besetzt hielten, hörte jener 
Schiffsverkehr mit den Niederlanden auf. Erst 1591 wurde die 
regelmäßige Schiffahrtsverbindung wiederhergestellt; da Wesel jetzt 
dicht an der spanischen Zollschranke, die bei Rheinberg war, lag, 
bildete es mehr denn je den Vorort des niederländischen Handels 
am Niederrhein, obwohl die Verkehrsunsicherheit hier noch immer 
sehr groß war. Einen besonderen Aufschwung versprach aber der 
niederländisch-weseler Verkehr zu nehmen, als 1613 Amsterdam 
eine direkte Börtfahrt nach Wesel eröffnete. Da jedoch schon 1614 
die Spanier Wesel wieder besetzten und bis 1629 behaupteten, 
kam jene Börtfahrt wohl nicht zustande, aber die Schiffahrtsver- 
bindung mit den Niederlanden blieb doch erhalten und Arnhemer 
wie Nymwegener Schiffer verkehrten in Wesel. Erst 1625 sperrte 
ein spanisches Verbot jeden Verkehr mit den Niederlanden!), und 
diese antworteten mit einer entsprechenden Maßregel. Nach der 
endgültigen Befreiung Wesels durch die Niederländer 1629 begann 
1) Über die spanische Sperre bei Wesel 1628 vgl. auch Haepke, Nieder- 
ländische Akten, II, S. 406. 
307
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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