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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

— 505 — 
standen, sowohl im Handel als in der Schiffahrt und Fischerei, 
in der Industrie und Landwirtschaft; es sei nur hingewiesen auf 
die ausgedehnte Frachtschiffahrt, auf das Waren- und Börsen- 
geschäft, das Bankwesen, auf die Heringsfischerei, die Leidener 
Textil- und die Amsterdamer Zuckerindustrie, die Produktion der 
Milchfabrikate u. a. m. Für jeden dieser Erwerbszweige hat das 
Land zeitweilig als Vorbild und Muster gedient; bis dann die anderen 
Völker es den Holländern abgesehen hatten und sie nun, Kraft 
ihrer größeren Macht und Energie, überflügelten. 
Wenn die Niederländer vielfach versagt haben und zum Teil 
die Gründe ihres Niedergangs in ihnen selbst, in ihren Versäum- 
nissen und Fehlern zu suchen waren, so sind doch diese letzteren 
so eng mit den Äußerungen ihrer Größe verbunden, daß es schwer 
ist, zwischen eigener Schuld und den in den allgemeinen Verhältnissen 
ruhenden Krankheitskeimen zu unterscheiden. In der Ostindischen 
Kompanie und der Amsterdamer Wechselbank haben sie für 200 
Jahre weltbekannte Organe der Wirtschaft geschaffen und besessen, 
die, auf großartigen Anfängen fußend und unter vortrefflichen Aus- 
sichten weitergeführt, schließlich doch dem Untergang anheim- 
fielen, weil sie mit dem Staate, der sie ins Leben gerufen hatte, in 
zu enger, unlösbarer Verbindung standen. Und in dieser Ver- 
knüpfung des Staats mit. der Wirtschaft lag 
überhaupt das: Geheimnis sowohl der! Größe 
als auch des Verfalls des Landes’ begründet. 
Es ergab sich, daß weder die Wirtschaft auf die Dauer gedieh, 
wenn der Staat sie beherrschte und beeinflußte, noch der Staat, 
wenn er ausschließlich aus der Wirtschaft und mit ihr im Bunde 
die materiellen und sittlichen Kräfte seines Daseins schöpfen wollte. 
Ein Staat, der politisch etwas bedeuten wollte und von der Börse 
seiner Hauptstadt abhängig war, mußte zugrundegehen, zumal 
da ihm die Fähigkeit und Neigung, seinen wirtschaftlichen Macht- 
willen auf kriegerischem Wege durchzusetzen, mehr und mehr ver- 
lorenging. 
Welchen Ursachen die einzelnen Schwankungen im Wirtschafts- 
leben zuzuschreiben waren, kann nur in der Sonderbehandlung 
festgestellt werden. Gewiß hat sich namentlich die Industrie nicht 
immer rechtzeitig den wechselnden Anforderungen anzupassen ver- 
standen; es hat Perioden gegeben, in denen sie einem Zustande der 
Re
	        

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The Constitution of Canada. Univ. Press, 1889.
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