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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

— 65 — 
nieder, insbesondere die Heringsfischerei. 
Waren 1601: 1500 Schiffe aus Maas, Texel und Vlie ausgefahren, 
so 1736: 219; 1765: 160; 1775: 156; 1785: 166; 1790: 183; 1704: 
1961). Die geringe Zunahme in den letzten Jahren war auf die 
Prämien zurückzuführen. Auch Vlaardingen und Maassluis zeigten 
jetzt starken Rückgang, namentlich in den Fangergebnissen; noch 
1793 betrugen diese für Vlaardingen 3179 L. und 2’/; Tonnen; 1794: 
1020 L. und 8!/; Tonnen, 1797: 1187 L. und 12!/, Tonnen. 
Auch der Küstenfischerei, die schon kurz erwähnt 
wurde, muß noch mit einigen Worten gedacht werden. Sie wurde 
mit flachgebauten Booten und namentlich an der Nordseeküste ge- 
trieben und richtete sich z. T. auf Heringe, z. T. aber auf andere frische 
Fische. Von den Vorschriften der ‚,Groote Visscherij‘ waren die 
auf den Fang frischer Fische ausgehenden Schiffe frei; an den 
St. Johannistag waren aber auch sie gebunden; doch durften sie 
nicht einsalzen. Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts mehrten sich 
die Verstöße hiergegen; die Küstenschiffer machten nun der großen 
Heringsfischerei Konkurrenz. Ihren Sitz hatten sie namentlich in 
Katwijk, Scheveningen, Noordwijk, Zandwijk, Wijk op Zee, Eg- 
mond. Sie besaßen den Vorzug, daß sie sich schneller vor den 
Feinden retten konnten; die Scheveninger errichteten 1781 gegen 
die Engländer eine Kaper-Reederei, was auf erfreulichen Offensiv- 
geist schließen läßt?). Mit dem ‚,Schrobnet‘“ (Zugnetz), das sie 
benutzten, trieben sie wohl vielfach Raubfischerei; dieses Netz 
wurde 1676 allgemein verboten und nun bestimmt, was erlaubt sei; 
doch wurde das immer mangelhaft innegehalten. Die Fahrt auf 
frische Fische nahm im 18. Jahrhundert noch schneller ab als die 
Heringsfischerei, namentlich infolge der prohibitiven Tarife der 
österreichischen Niederlande®). Der Küstenfischerei gehörte auch 
die schon erwähnte Steurheringsfischerei an, die, auf sog. Bom- 
schuiten betrieben, die Heringe zum Zweck der Herstellung von 
) Metelerkamp, I, S. 71. Über die trostlose Lage der Herings- 
fischerei in den 1780er und 1790er Jahren Wätjen, S. 185. 
2) Vermaas, 5S. ı55f.; er bezweifelt, daß die Küstenfischer gegen die 
Feinde geschützter als die Seefischer waren. Noch am 23. Februar 1808 genehmigte 
ein kgl. holländ. Plakat den Plan einer Aufnahme von 500 000 fl. für eine Kaper- 
Reederei, die eine Partenreederei war. Ob sie in Wirksamkeit getreten ist, scheint 
zweifelhaft (vgl. Sautijn Kluit, Continentaal-stelsel, S. 95). 
3 Beaujon, S: 175 
Baasch, Holländische‘ Wirtschaftsgeschichte, 
5
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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