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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

© Sr ME 
und ihr fühlbare Konkurrenz machten. Gefährlicher für die Kom- 
panie war es, als 1632 in Friesland sich eine Kompanie bildete, 
die von den Staaten von Friesland einen Oktroi für 20 Jahre erhielt, 
was von den Generalstaaten bestätigt wurde, obgleich der der 
Noordsche Kompanie verliehene Oktroi inzwischen auf 8 Jahre 
verlängert worden war. Freilich beschränkten sich die Friesen zu- 
nächst auf den Fang in offener See‘). 
Dieser Fang auf offenem Meere verdrängte überhaupt jetzt 
den Küstenfang, da die Walfische durch letzteren mehr und mehr 
von den Küsten verscheucht wurden und das offene Meer aufsuchten. 
Dadurch wurde der Fang weit mühsamer und gefährlicher; man 
konnte auch nicht mehr den Speck an Ort und Stelle zu Tran ver- 
kochen und verlor den Vorteil der ununterbrochenen Fischerei?). 
Überdies war der erst in Holland gekochte Tran nicht von der Güte 
wie der gleich nach dem Fang zubereitete. Infolge aller dieser Um- 
stände wurde die Noordsche Kompanie 1642 nicht mehr erneuert; 
und der Walfischfang wurde nun frei. Das kam ihm durchaus 
zustatten; erst jetzt fing er an aufzublühen. Von einem Verfall 
war nicht die Rede; selbst der Küstenfang bei Spitzbergen ging 
noch weiter und war ertragreich. Namentlich Amsterdam, Rotter- 
dam, Harlingen, Zaandam fuhren mit dem Walfischfang fort®). 
Die neue Grundlage, die dieser durch das veränderte Verhalten der 
Walfische erhielt, die man jetzt mühsam aufspüren und oft in das 
Eismeer hinein verfolgen mußte, hatte aber nicht nur die korpo- 
rative, monopolistische Betriebsweise außer Kraft gesetzt, sondern 
nötigte auch zum Bau stärkerer Schiffe*). 
In den Seekriegen der zweiten Hälfte des Jahrhunderts litt, 
wie begreiflich, auch der Walfischfang; wiederholt mußte er völlig 
eingestellt werden. Immer aber fuhr man in den Zwischenräumen, 
die die Kriegsperioden trennten, wieder hinaus. Der Rat von Dord- 
recht bewilligte 1683 den Walfischreedern Freiheit von aller Akzise, 
1) Beaujon, S. 120. 
2) Beaujon, S.ızzf; 
3 Muller, S.351f.ivan Brakel, Stukken, 5. 5, 8 (gegen Mul- 
ler); Wätjen, Zur Geschichte des holländischen Walfischfanges, S. 268 f., 
über die vielen kleinen Plätze, die sich am Walfischfang beteiligten. Nach Bijls- 
ma, a.a. O., S. 214 waren um 1660 in Rotterdam mindestens 12 Grönland-Reede- 
reien tätig. 
4) Beaujon, 5S. 128.
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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