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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Einleitende Lehren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

II. Abschnitt. Geschichte des Staatshaushaltes. 15 
verzinsbare und unverzinsbare. Die größte Bedeutung besaßen die 
indirekten Steuern, zum Teil mit dem Charakter der Gebühren. 
An erster Stelle standen die Zölle und Gebühren für die Benutzung 
der Häfen, die sich aus den Geschenken entwickelten, welche 
vordem die fremden Kaufleute für Gestattung des Handels dar- 
boten. Auch der Marktverkehr wurde besteuert und zur Zeit der 
peloponnesischen Kriege wurde die Steuer schon bei den Stadt- 
toren eingehoben, wodurch diese Steuer die Eigenschaft von Ver- 
brauchssteuern erhielt. Der Steuer unterlag der Verkehr in Immo- 
bilien. Gewisse Beschäftigungen mußten Steuern bezahlen; ebenso 
die Fremden. Auch für das Gerichtsverfahren wurden ziemlich 
hohe Gebühren eingehoben. Konfiskation von Gütern bildete gleich- 
falls eine ziemlich beständige und nicht unbedeutende Kinnahme- 
quelle. (Siehe Beloch, Griechische Geschichte I.) 
3. Rom. In Rom bildeten in der ältesten Zeit der ager publi- 
cus, Salinen, Zölle, Strafgebühren, ein Teil der Kriegsbeute die 
wichtigsten staatlichen Einnahmequellen. Diese Einnahmequellen 
waren zur Befriedigung der Staatsbedürfnisse genügend; die Ver- 
waltung verursachte nur geringe Kosten und die Kosten der Kriege 
trugen die Bürger unmittelbar aus Eigenem. Zur Deckung außer- 
ordentlicher Bedürfnisse wurden Tribute eingehoben, und zwar seit 
Servius Tullius nach der Größe des Vermögens. Die zum Kriegs- 
dienst Untauglichen wurden schon früh mit Geldleistungen belastet. 
Mit der Größe des Staates wuchsen Ausgaben und Einnahmen in 
nur mäßiger Weise. Infolge der Eroberungen kamen namentlich 
die Einnahmen aus der Verpachtung des ager publicus zu Be- 
deutung. Eine weitere Einnahmequelle war der in den unterworfenen 
Provinzen eingehobene Zehent, der gleichfalls in Pacht gegeben 
wurde. Oft wurden auch Tribute eingehoben, in Geld oder ın 
Natur. Als außerordentliche Einnahmequelle kommt die Kopfsteuer 
vor. Zur Zeit des Kaiserreiches treten im Finanzsystem nach ver- 
schiedenen Richtungen Veränderungen ein. Mehr und mehr treten 
Geldleistungen in den Vordergrund, welche in festen Beträgen an- 
gesetzt wurden. Wichtig war die Einführung der Erbschaftssteuer. 
Große Bedeutung erlangte die unter Augustus eingeführte 
Verkehrssteuer auf Verkehrsakte. Auch partielle Gewerbesteuern 
kamen bereits in Anwendung. Diese neuen KEinnahmequellen 
machten die Ausdehnung der staatlichen Tätigkeit, die Bezahlung 
der Beamten, hauptsächlich aber die Versorgung des Volkes mit 
Lebensmitteln und die auf die Volksbelustigung verwendeten 
Summen — panem et circenses — notwendig. Unter mehreren 
Kaisern riß schlechte Wirtschaft ein und dem eingetretenen Ubel
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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