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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Einleitende Lehren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

” 1. Buch. KEinleitende Lehren. 
aufeinander. Und die Bedeutung Smith’s liegt nicht darin, was 
gewöhnlich hervorgehoben wird, daß er die vier Kanone des Steuer- 
wesens aufstellt, da ja dieselben zum Teil selbst in älteren Werken 
zu finden sind, sondern daß er namentlich äußerlich die Finanz- 
wissenschaft zu einem ergänzenden Teil der Nationalökonomie 
machte, woran die meisten englischen Schriftsteller auch heute noch 
festhalten; auch innerlich verknüpfte er beide insofern, als er die 
Steuern auf Grund der Einkommenszweige klassifiziert und zwar. 
als Steuern, die auf die Grundrente, auf den Kapitalzins, auf den 
Arbeitslohn gelegt sind, obwohl freilich kaum eine Steuer zu finden 
ist, die gerade diesen ausschließlichen Charakter besitzt, da ja diese 
Einkommen nur selten vollständig isoliert vorkommen. Die eng- 
lischen Finanzschriftsteller sind dieser Einteilung fast ohne Aus- 
nahme bis auf unsere Tage treugeblieben. Auf Grund dieser Ein- 
teilung ist es dann das Hauptbestreben Smith’s, die Einwirkung 
der Besteuerung auf die Volkswirtschaft zu untersuchen, während 
andere Probleme der Finanzwirtschaft unerörtert bleiben. Wenn 
wir aber diese Seite der Finanzwissenschaft Smith’s betrachten, 
so unterliegt es keinem Zweifel, daß er sehr tief eindrang in die 
Untersuchung der volkswirtschaftlichen Rückwirkungen der Be- 
steuerung. Auch darf nicht unerwähnt bleiben, daß kaum ein 
Schriftsteller so gründliche, tiefe, freilich manchmal zu sehr ins 
einzelne gehende und einseitige Erörterungen über die verschiedenen 
Zweige der Staatsausgaben bietet, ja seine hieher gehörigen Unter- 
suchungen bilden gewissermaßen eingehende Monographien über 
Kirchenpolitik, Unterrichtspolitik, Militärpolitik usw., obwohl auch 
hier bemerkt werden muß, daß sowohl Smith als seine Nachfolger 
fast ausschließlich englische Besteuerungsverhältnisse vor Augen 
hielten. Smith hat das Verdienst, unter dem Einflusse der Physio- 
kraten zu dem Resultate zu gelangen, daß die volkswirtschaftlich 
rationelle Quelle aller Steuer das Einkommen ist, was ebenso der 
weiteren Entwicklung als Richtschnur diente, wie ja auch seine vier 
Maximen der Besteuerung zum großen Teil den Inhalt der Steuer- 
politik und Steuerreformen des XIX. Jahrhunderts bildeten, ja 
noch der Gegenwart und Zukunft bilden. 
. 7. Der Einfluß der Nationalökonomie. So wie die 
Volkswirtschaftslehre sich eigentlich aus der Kameralistik resp. 
Finanzwissenschaft entwickelte, so hat hinwieder die Weiterent- 
wicklung der Volkswirtschaftslehre nicht ohne Einwirkung auf die 
Finanzwissenschaft bleiben können. Und dieser Einfluß macht sich 
merkwürdigerweise beiläufig gerade in der Periode geltend, wo sich 
die Finanzwissenschaft als selbständige Lehre von der National- 
94
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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