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Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

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Bibliographic data

Full text: Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

Monograph

Identifikator:
1753210836
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-128414
Document type:
Monograph
Author:
Nogaro, Bertrand http://d-nb.info/gnd/117039713
Title:
Modern monetary systems
Place of publication:
London
Publisher:
King
Year of publication:
1927
Scope:
XII, 236 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Part II. The explanation of contemporary monetary phenomena and currency theory
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Fünftes Buch
  • Sechstes Buch
  • Siebentes Buch

Full text

Gründung des deutschen Reiches, Erneuerung des Kaisertums. 135 
Zu der fanatischen Energie und herben Leidenschaftlichkeit 
standen die intellektuellen Eigenschaften König Ottos in keinem 
Verhältnis: als besonders guter Diplomat oder Feldherr wird 
er uns nicht geschildert. Vielleicht besaß er zu wenig die Gabe 
ruhiger Beobachtung und den Sinn für das Nächstliegende. 
Wo er wirkte, da hatte er seinen Erfolg ganz dem festen, oft 
begeisterten Zuge seines Wollens zu danken; kein Wunder, daß 
er bei der religiösen Veranlagung seines Zeitalters in späteren 
Jahren ein inbrünstiger Beter geworden ist. 
Nachdem König Otto, von den Jubelrufen des Volkes ge— 
tragen, in der Achener Pfalzkapelle auf dem Marmorstuhl 
Karls des Großen Platz genommen, nachdem er sich beim 
Krönungsmahl von den Herzögen des Reiches hatte bedienen 
lassen, brach bald die Zeit herein, da die von Heinrich gelegten 
Grundvesten des Reiches starke Prüfungen bestehen mußten. 
Kaum ein Jahr nach der Krönung kam es zu Zwistigkeiten 
zwischen Franken und Sachsen. Franken und Sachsen zusammen 
hatten König Heinrich gewählt; die Begünstigung des fränkischen 
Herzogshauses war die stets festgehaltene Vorbedingung aller 
Erfolge Heinrichs gewesen. Jetzt begann sich der Stamm der 
Sachsen als dauernder Träger des Königtums zu fühlen; es 
war eine den Franken widerwärtige Stimmung; so kam es zu 
Häkeleien beider Stämme an der Grenze, in die auch Herzog 
Eberhard verwickelt ward. König Otto griff ein; er verurteilte 
den Herzog zu einer Buße von 100 Pfund Silber und dessen 
Lehnsleute zur schimpflichen Strafe des Hundetragens; er ver— 
ließ die von seinem Vater innegehaltene politische Linie. 
Nun schürte Eberhard zum Widerstand und fand Anklang 
auch in Sachsen. Hier hatte schon Heinrichs Slawenpolitik 
Gärung unter dem alten Adel hervorgerufen; viele seiner An— 
gehörigen ließen sich von Eberhard gewinnen. Ein Haupt er— 
hielt die sächsische Unzufriedenheit in Thankmar, einem Halb— 
bruder Ottos; der König war darauf ausgegangen, das mon— 
archische Prinzip in seinem Geschlechte fest zu begründen; er wollte 
herrschen auch in seinem Hause, und er hatte in diesem Be— 
streben Thankmar wiederholt verletzt.
	        

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