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Grundriß des deutschen Zollrechts

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Bibliographic data

fullscreen: Grundriß des deutschen Zollrechts

Monograph

Identifikator:
1753937256
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-129408
Document type:
Monograph
Author:
Lösener, Bernhard http://d-nb.info/gnd/122898427
Title:
Grundriß des deutschen Zollrechts
Place of publication:
Hamburg, Berlin, Leipzig
Publisher:
Hermes
Year of publication:
1927
Scope:
153 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß des deutschen Zollrechts
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Die Grundlagen
  • Zweiter Teil. Das Zollaufkommen und seine rechtlichen Voraussetzungen
  • Dritter Teil. Das Zollverfahren
  • Vierter Teil. Dier Zoillbefreiungen
  • Fünfter Teil. § 27, Das Zollstrafrecht
  • Index

Full text

es: 1|I2 5 
§ 2. Der Zoll als Gegenstand der Handelspolitik. 
Die Zoll- und Handelspolitik unter dem ersten Kanzler 
des Reiches war zunächst im wesentlichen freihändlerisch ein- 
gestellt, wandte sich aber gegen Ende der siebziger Jahre mehr 
dem Gedanken des Schutzzolles zu. Es folgte dann unter der 
Kanzlerschaft Caprivis eine grundsätzlich freihändlerisch und 
weiter unter der Bülows eine schutzzöllnerisch eingestellte 
Handelspolitik. Letztere fand ihren Niederschlag in dem Z o l 1- 
tarif g esetz von 1902 nebst Zolltarif. Dann 
durchschnitt der Weltkrieg jäh die stetige wirtschaftspolitissche 
Entwicklung. Die Handelsverträge zwischen den nunmehr 
feindlichen Staaten wurden wirkungslos, der riesenhaft ver- 
stärkte Rohstoff- und Lebensmittelbedarf Deutschlands wäh- 
rend des Krieges führte zu Zollbefreiungen für lebensnot- 
wendige Waren, und die wirtschaftliche Not nach dem Kriege 
wirkte sich im Zolltarif in derselben Richtung aus. Eine selb- 
ständige Handelspolitik des Reiches war in den ersten Jahren 
nach Kriegsende durch den Versailler Vertrag ausgeschlossen, 
der den Feindstaaten das Recht der Meistbegünstigung in 
Deutschland ohne Gegenseitigkeit verlieh und den Abschluß 
von Handelsverträgen zwischen dem Reiche und anderen 
Staaten bis zum 10. Januar 1925 verbot. Erst seit Ablauf 
dieser Frist hat Deutschland seine außenwirtschaftliche Hand- 
lungsfähigkeit wiedererlangt, die freilich durch seine wirt- 
schaftliche und politische Schwächung und Abhängigkeit fühl- 
bar eingeschränkt ist. Seitdem hat es mannigfache neue Ver- 
handlungen angebahnt, die inzwischen zum Abschluß von 
Handelsverträgen mit den meisten in Frage kommenden 
Staaten geführt haben. 
Handelsv ertr ä g e sind Vereinbarungen, durch die 
zwei oder auch mehrere Staaten ihre friedlichen Beziehungen 
Ut Aut L Gum M Ltr Zu! 
t .rut! tut W eu ut. FU ra: 
( , 
auf Belebung des Warenaustausches zwischen den Vertrags- 
staaten abzielen. Der Anlaß zu Verhandlungen über diesen 
Punkt ist meist der, daß jeder Staat den Waren, die bei ihm 
in einer den Inlandsverbrauch übersteigenden Menge erzeugt 
werden, in dem anderen Staate ein Absatzgebiet öffnen möchte, 
das bisher durch hohe Zölle unzugänglich oder doch stark be-
	        

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Citation recommendation

Die Zollgesetze Der Österreichisch-Ungarischen Monarchie Nach Dem Gegenwärtigen Stande Der Gesetzgebung Nebst Allen Auf Die Einhebung Und Verwaltung Der Zölle Bezug Habenden Vorschriften Und Erlässen. Beck, 1871.
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