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Grundriß des deutschen Zollrechts

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Bibliographic data

fullscreen: Grundriß des deutschen Zollrechts

Monograph

Identifikator:
1753937256
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-129408
Document type:
Monograph
Author:
Lösener, Bernhard http://d-nb.info/gnd/122898427
Title:
Grundriß des deutschen Zollrechts
Place of publication:
Hamburg, Berlin, Leipzig
Publisher:
Hermes
Year of publication:
1927
Scope:
153 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß des deutschen Zollrechts
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Die Grundlagen
  • Zweiter Teil. Das Zollaufkommen und seine rechtlichen Voraussetzungen
  • Dritter Teil. Das Zollverfahren
  • Vierter Teil. Dier Zoillbefreiungen
  • Fünfter Teil. § 27, Das Zollstrafrecht
  • Index

Full text

schränkt war. Die Verhandlungen bestehen daher in dem Ver- 
such, durch gegenseitiges Nachlassen der Zollsätze einen Zustand 
zu schaffen, der den beteiligten Wirtsschaftszweigen jedes 
Staates eine gewinnbringende Ausfuhr in den anderen Staat 
ermöglicht. So war z. B. der Kernpunkt der deutsch-spanischen 
Vertragsverhandlungen die Herabsetzung der deutschen Zölle 
auf spanischen Wein und der spanischen Zölle auf Erzeugnisse 
der deutschen Eissenindustrie. 
Die von den Unterhändlern getroffenen Vereinbarungen 
werden zum wirksamen Handelsvertrage erst durch die Rati - 
fi k ation, d. h. durch die in Gesetzesform ausgesprochene 
Billigung der zur Gesetzgebung berufenen Körperschaften oder 
Personen der Vertragsstaaten ~ in Deutschland des Reichs- 
tages , und treten in Kraft nach Austausch der Ratifi- 
fationsurkunden. Die Einzelheiten hierüber sind meist in den 
Verträgen selbst näher bestimmt. 
In einem fertigen Handelsvertrage erscheint die neue 
Regelung des Warenverkehrs im wesentlichen in dem Ge- 
wande einer Tariftabelle, die die Warengattungen, deren Zoll- 
sätze abgeändert sind, nebst Tarifnummern nennt und hinter 
jeder von ihnen den neuen Zollsatz angibt, den „O ertrags - 
s a tz“, der niedriger ist als der im Zolltarif ursprünglich fest- 
gesetzte „aut on om e S a tz“. Der Vertragssatz wird im 
Tarif dadurch kenntlich gemacht, daß er unter dem für die be- 
treffende Warengattung geltenden autonomen Zollsatz ein- 
getragen wird, und zwar nebst den etwa dazugehörigen An- 
gaben über die Warengattung in schräger Schrift und mit dem 
Zusatz „v“ zu der zahlenmäßigen Angabe des Vertragssatzes. 
Solche vertraglichen Zollsätze gelten zunächst nur für die 
Einfuhr aus dem Staate, mit dem sie vereinbart worden sind. 
Da aber jeder Staat naturgemäß dahin strebt, seinen Staats- 
angehörigen und seiner Wirtschaft möglichst umfassende Vor- 
teile im Auslande zu sichern, wird er grundsätzlich versuchen, 
das Recht der „M eistb e g ün stig un g“ zu erlangen. 
Dieses besteht nicht etwa darin, daß der begünstigte Staat in 
dem Vertragsstaate mehr Rechte als jeder dritte erhält, son- 
dern darin, daß der Vertragsstaat ihm dieselben Vorteile ein- 
räumt, die der in dem Vertragsstaate bisher am meisten be- 
günstigte Staat bereits genießt. So erklärt es sich, daß in der 
Regel mehrere fremde Staaten nebeneinander das Recht der 
Meistbegünsstigung in einem anderen Staate genießen. Wer 
im Besitze dieses Rechtes ist, tritt nicht nur in die zur Zeit
	        

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Grundriß Des Deutschen Zollrechts. Hermes, 1927.
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