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Grundriß des deutschen Zollrechts

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Bibliographic data

fullscreen: Grundriß des deutschen Zollrechts

Monograph

Identifikator:
1753937256
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-129408
Document type:
Monograph
Author:
Lösener, Bernhard http://d-nb.info/gnd/122898427
Title:
Grundriß des deutschen Zollrechts
Place of publication:
Hamburg, Berlin, Leipzig
Publisher:
Hermes
Year of publication:
1927
Scope:
153 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Die Grundlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß des deutschen Zollrechts
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Die Grundlagen
  • Zweiter Teil. Das Zollaufkommen und seine rechtlichen Voraussetzungen
  • Dritter Teil. Das Zollverfahren
  • Vierter Teil. Dier Zoillbefreiungen
  • Fünfter Teil. § 27, Das Zollstrafrecht
  • Index

Full text

Wo Binnenseen und Flüsse die Reichsgrenze 
bilden, sind die jeweiligen Vereinbarungen mit den Nachbar- 
staaten maßgebend, die die durchweg verschiedenen örtlichen 
Verhältnisse berücksichtigen. 
Weitere, erheblich wichtigere Ausnahmen von dem 
Grundsatze, daß Reichsgrenze und Zollinie gemeinsam ver- 
laufen, werden durch gesssetzgeberische Einzelakte herbeigeführt, 
indem bestimmte Gebietsteile des Reiches aus dem Zollgebiet 
ausgeschlossen oder ausländische Gebietsteile mit in das Zoll- 
gebiet eingeschlossen werden. Die Gebiete der ersten Art, die 
nach dem politischen Auslande hin von der Reichsgrenze und 
nach dem freien Inlande hin von der Zollgrenze umschlossen 
werden, heißen ,„Jollansschlüssse“’, die der zweiten Art da- 
gegen, bei denen umgekehrt die Zollgrenze durch politisches 
Ausland läuft, „Zollanschlüsse“". 
Die Zollansschlüss se haben, nachdem seit dem 
Versailler Vertrag der Zollanschluß Curemburgs aufgehoben 
ist, nur geringe Bedeutung. Lediglich zwei kleine österreichische 
Gemeinden, Jungholz und Mittelberg, die in tief in deutsches 
Gebiet einschneidenden Tälern liegen, sind noch dem Zollgebiet 
angeschlossen, um die Zollaufsicht zu vereinfachen, die ohne den 
Anschluß an der eine tiefe Bucht bildenden Reichsgrenze ent- 
lang mit unverhältnismäßigem Aufwand von Beamten durch- 
geführt werden müßte, jetzt aber nur auf der kurzen, die Bucht 
abschneidenden Linie nötig ist. 
Derartige rein geographische, also sich aus der Eigenart 
der Örtlichkeit ergebende Gründe können auch für die Bildung 
eines Zoll au s s< lu ss e 5 maßgebend sein, wie dies für 
den Ausschluß Helgolands und einer Anzahl badischer, an der 
schweizerischen Grenze gelegenen Gemeinden aus dem Zoll- 
gebiet der Fall gewesen ist. Bei der Einrichtung der wirt- 
schaftlich viel wichtigeren Zollausschlüsse in verschiedenen 
deutschen Seehäfen dagegen ist der Gesetzgeber von Erwägun- 
gen anderer Art ausgegangen, die im gröbsten Umriß tier 
angedeutet sein sollen. Die Bedeutung eines Seehafens steht 
und fällt mit der Anzahl der dort anlaufenden Handelsschiffe 
und dem Umfange des Ein- und Ausfuhrhandels, den sie ver- 
mitteln. Da nun jede Zollschranke mehr oder weniger handels- 
hemmend wirkt, wie dies die Geschichte gerade des deutschen 
Zollwesens eindringlich lehrt, so wird sich die Handelsschiff- 
fahrt dorthin ziehen, wo sich die Möglichkeit bietet, bei mög- 
lichst geringer Störung durch Zollförmlichkeiten und ohne so- 
Df
	        

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Grundriß Des Deutschen Zollrechts. Hermes, 1927.
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