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Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik

Monograph

Identifikator:
1761960571
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144401
Document type:
Monograph
Title:
Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverl. des Reichsverb. der Dt. Industrie
Year of publication:
1925
Scope:
67 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Begründung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik
  • Title page
  • Contents
  • Vorschläge
  • Begründung

Full text

Aufgaben- 
yerteilung. 
73200 auf die Finanzverwaltung. 
Wir halten diese Zahl für viel zu 
hoch. Es ist auf die Dauer unmög- 
ich, daß allein der Personalaufwand 
ler Reichsfinanzverwaltung mehr 
<ostet, als vor dem Kriege die preu- 
3ische Einkommensteuer insgesamt 
»ingebracht hat. Auch mit einem 
<leineren Beamtenkörper muß es 
nöglich sein, die steuerliche Verwal: 
ung in Ordnung zu halten. 
In Preußen ist nach dem Vor- 
»ericht zum Haushaltsentwurf die 
<opfzahl des Personals trotz des 
verkleinerten Staatsgebietes und des 
bergangs wesentlicher Aufgaben 
ıuf das Reich gegenüber 1913 um 
1500 Köpfe, also um 10,5 Prozent 
;estiegen. Der Besoldungsaufwand 
ıat sich von 460 Millionen Mark im 
lahre 1913 auf 882 Millionen Mark, 
ılso um rund 92 Prozent, erhöht. 
Für Bayern haben wir unter 
Ausscheidung aller nicht vergleich: 
»aren Ausgaben, also einerseits der 
auf das Reich übergegangenen und 
ler sonst aus dem Staatshaushalt 
‚usgeschiedenen Verwaltungszweige, 
ındererseits der auf den Staat über- 
ı1o0mmenen Volksschullehrer, eine 
Steigerung der Zahl der Beamten 
on 23000 auf 33000 und des Be- 
soldungsaufwandes von 65,86 Mill. 
Mark auf 117,2 Millionen oder rund 
’8 Prozent berechnet. 
Die Aufgaben haben sich zwi: 
schen den drei Trägern der Verwal: 
ung wesentlich auf das Reich, zum 
Teil auch auf die Gemeinden ver: 
;ichoben, während die Länder in 
wichtigen Beziehungen entlastet 
wurden. In anderen Beziehungen 
ıber ist auch bei ihnen der Ausga- 
»enbedarf in den einzelnen Zweigen 
ler Verwaltung außerordentlich ge: 
wachsen. Die öffentlichen Aufgaben 
haben sich durch die Kriegsfolgen, 
len Versailler Vertrag und die neue 
Verfassung nebst anschließender 
Gesetzgebung ganz außerordent: 
lich gesteigert, Die Umgestaltung 
ler. gesamten sozialen und wirt: 
ichaftlichen Verhältnisse und die 
Jbernahme zahlreicher neuer Auf- 
jaben in die öffentliche Hand, die 
rüher dem freien Spiel der Kräfte 
iberlassen oder aus Privatmitteln 
jespeist wurden, haben die öffent: 
ichen Aufgaben weiter vermehrt. 
jo entstanden eine Unmasse neuer 
3ehörden, bestehende wurden ver: 
srößert und geteilt. Dies gilt vor 
ıllem für das gesamte Gebiet der so: 
jalen Aufgaben, also — abgesehen 
ron dem Riesenposten der Versor: 
jung der Kriegsopfer — für die so- 
jale Fürsorge für die notleidenden 
3Zevölkerungskreise, für Arbeitsver- 
aittlung und Erwerbslosenfürsorge, 
Nohnungs: und Siedlungswesen, 
‚ohn: und Betriebsratwesen, kurz 
{as, was im Reich beim Reichsar- 
‚eitsministerium vereinigt ist. 
Bei den Ländern und Gemeinden 
‚etreffen die Mehraufwendungen 
nsbesondere das Gebiet der Wohl- 
ahrtspflege, der Schule und Polizei 
ınd der Ausgaben für Bau: und 
Verkehrszwecke. Die Länder haben 
ıber auch ihrerseits die Gemeinden 
‚uf einzelnen Gebieten, wie Schule 
ınd Polizei, entlastet. Bemerkens: 
wert ist, daß nicht nur im Reich, 
lem große neue Verwaltungs: 
sebiete und die gesamten Repas- 
ationsaufgaben zugewachsen sind, 
‚sondern auch bei den Ländern sich 
lie Zahl der Ministerien vermehrt 
ıat. Es ist eine große Anzahl von 
jonderbehörden entstanden, 
ınd es besteht das Bestreben, weis 
ere Sonderbehörden und neue Son; 
lergerichte zu schaffen (vgl. z. B. 
\rbeitsgerichtsgesetz). Bisher sind 
\nfänge noch nicht gemacht, um 
ine bessere Zusammenfassung der 
jehördenorganisation unter Zus 
jaammenlegung nicht allein von Mi- 
ısterien, sondern auch der vielen 
einen zersplitterten Unterbehör- 
Jen herbeizuführen. Im Gegenteil 
27
	        

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Das Geldwesen Frankreichs Zur Zeit Der Ersten Revolution Bis Zum Ende Der Papiergeldwährung. Verlag von Karl J. Trübner, 1914.
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