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Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

Monograph

Identifikator:
176252984X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-141770
Document type:
Monograph
Title:
Uruguay Wertschätzungstarif
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Mittler
Year of publication:
1927
Scope:
52 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Abschnitt. Eisenwaren und Schiffsartikel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I. Das englische Agrarwesen. Von Dr. Rudolf Leonhard
  • II. Die englische Industrie. Von Dr. Theodor Vogelstein
  • III. Das englische Kreditwesen. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • IV. Die Arbeiterfrage in England. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • V. Die Organisation des britischen Weltreichs. Von Professor Dr. M. J. Bonn
  • V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn

Full text

150 
Dr. M. J. Bonn. 
Londoner India Council, sind zwei ernannte indische Mitglieder vor 
handen. In den Worten Lord Morleys, der als Staatssekretär für 
Indien diese Gesetzgebung einführte, ist an Stelle des Glaubens, man 
könne Indien ausschließlich durch eine tatkräftige Verwaltung v 
regieren (efficiency), der Gedanke getreten, die höherstehenden 
Schichten der Bevölkerung durch politische Zugeständnisse zur Teil 
nahme an der politischen Arbeit zu erziehen. 
Auch diese Entwicklung ist nicht auf hochstehende Völkerschaften 
beschränkt geblieben. Der konstruktive Genius von Cecil Rhodes 
hat schon vor Jahren (1894) Maßnahmen getroffen, durch welche 
die Eingeborenenbevölkerungen des Transkei eine ziemlich weit 
gehende Selbstverwaltung erhalten haben. Die Generalräte des 
Transkei können zwar keine Gesetze geben, sie sind aber mit der 
Verwaltung wichtiger lokaler Aufgaben und mit der Verwendung 
reichlicher Fonds betraut worden. 
So sucht der Imperialismus, wie er in der oben zitierten Bot 
schaft des Präsidenten Mac Kinley zum Ausdruck gekommen ist, > 
in der Tat auf verschiedenen Wegen sein Ziel zu erreichen. Man will 
eine Herrschaft über die Eingeborenen ausüben, bei der sie nicht 
bloß ausgebeutet, sondern zu ihrem eigenen besten erzogen werden 
sollen, — eine Politik, die zweifellos einen inneren Widerspruch in sich 
trägt. Man sucht ein Herrschaftsverhältnis über die Eingeborenen 
bevölkerung zu schaffen, das diese zwar zeitweilig unter die Bot 
mäßigkeit der weißen Gebieter zwingt, sie aber allmählich zu ihren 
Teilhabern erzieht. Man erstrebt also eine Herrschaft, die erst dann 
wirklich erfolgreich gewesen ist, wenn sie die Notwendigkeit ihres 
Fortbestandes beseitigt hat. Das Endergebnis einer solchen Ent 
wicklung wäre also eine völlige politische Erziehung der Ein 
geborenenbevölkerung, nach deren Vollendung das herrschende Volk 
seine Mission erfüllt hätte und die Stätte seiner Wirksamkeit ver- » 
lassen könnte. Manche englischen Reformatoren in Indien haben von 
diesem Ziele geträumt, da sie Englands Herrschaft in Indien als ein 
Unglück betrachteten, das beide Teile, Herrscher wie Beherrschte, 
wegen der ungenügenden sozialen Entwicklung Indiens zeitweilig 
ertragen müßten. Ähnliche Vorstellungen herrschten und herrschen 
noch heute in manchen Kreisen Amerikas im Hinblick auf die Phi 
lippinen. Eine solche Auffassung war zweifellos in einer Zeit be 
rechtigt, wo man auch den Abfall von Tochter Völkern für unver
	        

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Grundfragen Der Englischen Volkswirtschaft. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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