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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

Eisenerz in großen Mengen meist in metasomatischen Lagerstätten auf, 
hauptsächlich als Brauneisenstein, aber auch als Roteisenstein und 
Spat, mit 50 bis 63°% Fe, phosphorarm. Es seien hier nur die Rif- 
gruben in Spanisch-Marokko, Verschiffungshäfen Mellilla und Navarette. 
die Gruben Beni-Saf, Rouina, Ouenza in Algier und Diebel-Dierissa, 
Djebel-Slata und andere in Tunis genannt, welche Erze von ausgezeich- 
neter Qualität in wachsender Menge produzieren. Das Gebiet ist noch 
Nicht genügend erforscht, jedoch betragen die schon bekannten Vorräte 
dieser Gruben Hunderte von Millionen Tonnen. Dieses Gebiet dürfte an 
Sich einen sehr großen Anreiz für die deutsche Industrie bieten, eich 
dort eine Reserve zu schaffen. ' Da es sich aber in der Hauptsache um 
französische Kolonien handelt, muß eine direkte Interessennahme der 
deutschen Industrie an solchen Vorkommen vorläufig noch als viel zu 
riskant bezeichnet werden und deshalb leider zunächst ausscheiden. 
Nordamerika. 
Die in hoher Blüte stehende Hüttenindustrie Nordamerikas hat 
Praktisch alle in Frage kommenden Eisenerzgebiete dieses Kontinente 
für sich mit Beschlag belegt. Für eine Ausfuhr nach Europa kommt 
aus diesen Gründen und auch wegen der Frachtlage nur ein! einziges 
Nordamerikanisches Vorkommen in Betracht, und zwar dasjenige von 
Neufundland. Dieses Vorkommen, welches auf der Bellinsel in der 
Conception-Bay in Neufundland liegt, ist unter dem Namen seines Ver- 
Schiffungshafens Wabana bekannt. Das Vorkommen zieht sich weit über 
die Insel hinaus unter dem Meeresboden weiter, so daß die bisher ge- 
Schätzten Mengen von rund 3 Milliarden Tonnen wahrscheinlich über- 
troffen werden. 
Das Erz hat folgende Zusammensetzung: 
Fo 51,48%, Mn 0,21%, P 0,96%, SiO, 12,04%, AlOz 5,16%, 
CaO 38,35%, MgO 0,84% und wird bezahlt mit sh 18/— pro 1016 kg 
Gt Rotterdam auf Basis 50% Fe und 12% SiO,, beides im Feuchten 
Skala 6d bzw. 231/.d. 
Das Erz ist außerordentlich stückig und leicht schmelzbar und 
Stellt somit ein ausgezeichnetes Thomaseisenerz dar. Ein großer Teil 
Von den geförderten Erzen geht nach den eigenen Hüttenwerken der 
Nglischen Besitzer des Vorkommens, nur der Rest der Förderung kommt 
für einen Export nach Europa in Frage, und es hängt deswegen von 
dem amerikanischen Selbstverbraucher ab, ob und wie lange Deutsch- 
land mit dieser wichtigen Bezugsquelle wird rechnen können. Zur Zeit 
wird das Erz zur Versorgung der deutschen Thomaswerke in wesent- 
lichen Mengen — 800 000 bis 900 000 Tonnen jährlich — bezogen. Die 
Konkurrenz des Wabanaerzes hat dazu beigetragen, preisregulierend 
auf die Minettepreise einzuwirken. 
Südamerika. 
‚Im Gegensatz zu Nordamerika ist Südamerika naturgemäß noch 
Wenig auf nutzbare Lagerstätten hin erforscht, lediglich an den großen 
101
	        

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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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