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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

Wir glauben also, daß auch in der Zukunft von irgendeiner Seite 
geholfen werden muß. Diesbezügliche Anträge haben wir sowohl an 
den Herrn Reichsarbeitsminister wie an die Verwaltung der deutschen 
Reichsbahn, an den preußischen Herrn Finanzminister und an den Herrn 
Reichsfinanzminister gehen lassen, in denen wir gebeten haben, uns 
weitere Erleichterungen zu verschaffen. Das Wohl und Wehe der 
ganzen Landstriche basiert auf dem Bergbau. Die Landstriche sind 
ziemlich dicht bevölkert, und zwar von einer eingesessenen Bevölkerung, 
die nebenbei ein kleines Stück Feld besitzt, und die außerordentlich 
schwer verpflanzbar erscheint. Außerdem ist die Rohstoffindustrie 
Jieses Gebietes, also die Hüttenindustrie und die Weiterverarbeitung 
abhängig von der Grundlage der Erze. 
Das Lahn- und Dillgebiet stellt an und für sich ein sehr armes 
Land dar. Es ist sehr hoch gelegen, im Druchschnitt über 300 m und 
ist bestanden mit Buchenwald. Es sind nur ganz enge, schmale, schlucht- 
artig eingeschnittene Täler vorhanden, in denen nur eine ganz geringe 
Landwirtschaft möglich ist. Die ganze Bevölkerung würde dem Elend 
Preisgegeben sein, wenn sich die Grundlage der Industrie dieses Gebietes 
Nicht aufrecht erhielte. 
Bei den Werken ist außerordentlich viel getan worden, um die 
Leistung der Einzelwerke zu steigern. Diese Leistungssteigerung hat 
auch einen gewissen Erfolg gehabt. Durch die Leistungssteigerung 
ist erreicht worden, daß man die Mehrbelastungen, die in der Zwischen- 
zeit dem Gebiet auferlegt worden sind, etwa ausgleichen konnte. 
‚Vorsitzender: Auf welche besonderen Ursachen ist. die 
Leistungssteigerung zurückzuführen? 
Sachverständiger Willing: Die Leistung im. Erzbergbau ist 
Naturgemäß von den Aus- und Vorrichtungsarbeiten abhängig, von den 
Aufsuchungsarbeiten, die ich vorhin geschildert habe. Die geologischen 
Verhältnisse haben — wenn ich das Gesamtgebiet betrachte — eine 
Änderung nicht erfahren. Es. sind einzelne Vorkommen, wie das bei 
diesen zerrissenen Gangstücken ganz natürlich ist, geringer geworden; 
dafür sind andere Gangstücke besser geworden. Man muß dabei aller- 
dings berücksichtigen, daß das Gesamtniveau des Bergbaues von Jahr 
Zu Jahr etwa 20m in die Teufe rutscht. Für die zurückliegende Zeit 
Ist diese Teufe etwas geringer. Bei normaler Förderung rutscht der 
Bergbau 20 m pro Jahr. Das bedeutet: ich muß alles, was ich hinein- 
bringe, 20 m tiefer hinunterlassen; ich muß besonders das Wasser aus 
Siner um 20m größeren Tiefe heraufheben. Die Wassermenge nimmt 
Naturgemäß von Sohle zu Sohle um einen gewissen Prozentsatz zu. 
Es sind also zweifellos keine geologischen Verhältnisse, die die 
Leistungserhöhung herbeigeführt haben. Die Leistungserhöhung war 
außerordentlich groß in der zweiten Hälfte des Jahres 1926 und in dem 
Ersten Viertel des Jahres 1927. Das hängt damit zusammen, daß man 
Zunächst bei den Gruben den Abbau beschleunigte. Man fing also 
Wieder an, Stein zu gewinnen, und erst allmählich hat sich die Aus- und 
Vorrichtung, die ja abhängig ist von dem Niederbringen der. Schächte, 
Wieder eingefädelt. Ich kann eine Sohle erst aus- und vorrichten, wenn ich 
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Naturalwirtschaft Und Geldwirtschaft in Der Weltgeschichte. Seidel, 1930.
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